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Dao Jing

Kapitel 20

Kapitel 20

Die Sorge um Wissen ablegen, dann gibt es keine Sorgen. Wie groß ist der Unterschied zwischen einem freundlichen Ja und einem unwilligen Nein? Wie weit liegen Güte und Schlechtigkeit auseinander? Was die Menschen fürchten, muss auch ich fürchten. Diese Sitte ist weit und fern, wie ohne Ende! Die Menge ist ausgelassen fröhlich, als nähme sie an einem üppigen Festmahl teil, wie wenn man im Frühling auf eine Terrasse steigt und in die Ferne schaut. Nur ich bin gelassen, unbewegt, wie ein Säugling, der noch nicht lächeln kann; müde und erschöpft, als hätte ich kein Zuhause, wohin ich zurückkehren könnte. Die Menge hat Überfluss und Reichtum, nur ich scheine etwas verloren zu haben. Wahrlich, ich habe das Herz eines Toren! Undurchsichtig und trüb! Die Welt strahlt und glänzt im Selbstlob, nur ich bin dunkel und unklar. Die Welt ist scharfsinnig und spitzfindig, nur ich bin schlicht und großmütig. Still, wie das Meer; schwebend, wie ohne Ende. Die Menge tut alle etwas, nur ich bin törig und grobschlächtig. Ich allein unterscheide mich von der Welt und schätze die Wurzel, die alle Wesen nährt.