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Der Traum der Roten Kammer

Unvorhergesehenes ereignet sich: Fengjie gießt Essig – unerwartete Freude: Pinger macht Toilette

Kapitel 44

Vierundvierzigstes Kapitel: Unerwarteter Zwischenfall macht Xifeng eifersüchtig; Überraschendes Glück läßt Pinger sich zurechtmachen

Während alle der Aufführung des »Reisgeld-Stücks« zusahen, saßen Baoyu und die Mädchen zusammen. Als Lin Daiyu die Szene »Das Totenopfer des Mannes« sah, sagte sie zu Baochai: »Dieser Wang Shipeng ist wirklich zu unvernünftig! Er hätte doch irgendwo ein Opfer darbringen können, warum musste er unbedingt zum Flussufer laufen? Wie das Sprichwort sagt: ‚Beim Anblick des Gegenstands gedenkt man des Menschen.‘ Das Wasser auf der ganzen Welt hat doch denselben Ursprung – man schöpft einfach eine Schale Wasser, wo immer man ist, schaut hinein und weint ein wenig, und schon hat man seine Gefühle ausgedrückt.« Baochai antwortete nicht. Baoyu drehte sich um und verlangte heißen Wein, um Xifeng zuzutrinken.

Die Matriarchin hatte nämlich gesagt, dass dieser Tag nicht wie gewöhnlich sei, und verlangt, dass Xifeng einen Tag lang ausgelassen fröhlich sein solle. Sie selbst hatte keine Lust, am Tisch zu sitzen, sondern lag nur auf einer Bank im inneren Raum und sah mit Tante Xue das Theater an. Sie suchte sich ein paar ihrer Lieblingsspeisen aus, stellte sie auf ein Tischchen und aß und plauderte nach Belieben. Ihre beiden eigenen Tische mit den Speisen schenkte sie den Mägden, ob jung oder alt, die sonst keinen Platz hatten, und den Frauen, die Dienst hatten und Befehle entgegennahmen, damit auch sie sich nach Belieben unter die Fenster und in die Laubengänge setzen und essen und trinken könnten, ohne sich an die Etikette zu halten. Wang Xifengs Mutter und Frau Xing saßen an einem hohen Tisch weiter unten, und draußen an den übrigen Tischen saßen die Mädchen. Von Zeit zu Zeit befahl die Matriarchin Frau You und den anderen: »Lasst das Feng-Mädchen oben sitzen und bedient sie gut an meiner Stelle! Sie hat es schwer das ganze Jahr über und verdient diese Mühe.« Frau You versprach es und erwiderte lächelnd: »Sie ist es nicht gewohnt, am Ehrenplatz zu sitzen. Oben weiß sie weder ein noch aus und will auch keinen Wein trinken.« Als die Matriarchin das hörte, lachte sie und sagte: »Du taugst nichts, ich werde sie selbst einladen müssen.« Da kam Xifeng schnell herein und sagte lachend: »Ahnfrau, glaubt ihnen nicht, ich habe schon mehrere Becher getrunken.« Die Matriarchin lachte und befahl Frau You: »Zieh sie schnell wieder hinaus und setz sie auf ihren Stuhl! Ihr alle sollt ihr der Reihe nach zutrinken. Wenn sie immer noch nicht trinkt, werde ich wirklich selbst hingehen.« Als Frau You das hörte, zog sie Xifeng lachend wieder hinaus und setzte sie hin. Dann ließ sie einen großen Becher bringen, schenkte Wein ein und sagte lachend: »Das ganze Jahr über machst du dir die Mühe, der alten Dame, der gnädigen Frau und mir zu dienen. Heute habe ich nichts, um dir meine Zuneigung zu zeigen, also schenke ich dir eigenhändig einen Becher ein. Sei brav und nimm einen Schluck aus meiner Hand!« Xifeng lachte: »Wenn du mir wirklich Respekt erweisen willst, dann knie nieder, dann werde ich trinken.« Frau You lachte: »Du tust ja, als wüsstest du nicht, wer du bist! Ich sage dir, dieser Tag ist nicht leicht zu bekommen. Wenn er vorbei ist, wer weiß, ob es je wieder so sein wird? Nutz die Gelegenheit und trink kräftig zwei Becher!« Als Xifeng sah, dass sie nicht ausweichen konnte, trank sie zwei Becher. Dann kamen auch die Mädchen, und Xifeng musste von jeder einen Schluck nehmen. Als Amme Lai Da sah, dass selbst die Matriarchin so gut gelaunt war, konnte sie es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls mitzumachen, und führte einige ältere Frauen an, die ihr ebenfalls zutranken. Xifeng konnte sich kaum wehren und musste zwei Schlucke nehmen. Auch Yuanyang und die anderen kamen, um ihr zuzutrinken. Xifeng konnte wirklich nicht mehr trinken und bat flehentlich: »Liebe Schwestern, verschont mich! Ich werde morgen weitertrinken.« Yuanyang lachte: »Ach, wir haben wohl kein Gesicht mehr? Selbst vor der gnädigen Frau habe ich noch etwas zu sagen. Sonst genieße ich einiges Ansehen, aber heute, vor all diesen Leuten, spielst du die Herrin! Ich hätte gar nicht kommen sollen. Wenn du nicht trinkst, gehen wir eben.« Damit drehte sie sich um und ging wirklich. Xifeng eilte ihr nach, hielt sie fest und lachte: »Liebe Schwester, ich trinke ja schon!« Damit nahm sie den Wein, schenkte sich den Becher randvoll ein und trank ihn auf einen Zug aus. Erst dann lachte Yuanyang und ging, und dann kehrten alle wieder zu ihren Plätzen zurück.

Xifeng fühlte, dass sie zu viel getrunken hatte. Ihr Herz pochte wild, als wolle es ihr aus der Brust springen, und sie wollte nach Hause gehen, um sich auszuruhen. Da sah sie, wie die Akrobaten auftraten, und sagte zu Frau You: »Bereite das Trinkgeld vor! Ich will mir das Gesicht waschen gehen.« Frau You nickte. Xifeng nutzte einen unbeobachteten Moment, verließ ihren Platz und ging zur hinteren Seite der Tür. Pinger, die aufgepasst hatte, folgte ihr sofort, und Xifeng stützte sich auf sie. Kaum waren sie im Korridor, da sahen sie eine kleine Magd aus Xifengs Zimmer dort stehen. Als diese die beiden kommen sah, drehte sie sich um und rannte weg. Xifeng wurde misstrauisch und rief sie. Das Mädchen tat zunächst, als höre sie nichts, aber als auch Pinger hinter ihr her rief, musste sie schließlich zurückkommen. Xifeng wurde noch misstrauischer, ging schnell mit Pinger in den Durchgang, ließ die kleine Magd auch hineinkommen und schloss die Tür. Xifeng setzte sich auf die Stufen des kleinen Hofes, ließ das Mädchen niederknien und befahl Pinger wütend: »Ruf zwei Lakaien vom zweiten Tor! Bring Seile und Peitschen! Ich will dieses unverschämte Ding, das keine Herrin mehr in den Augen hat, windelweich prügeln!« Das kleine Mädchen war schon zu Tode erschrocken, weinte und schlug immer wieder den Kopf auf den Boden, um Gnade zu flehen. Xifeng fragte: »Bin ich etwa ein Geist? Als du mich sahst, warum bist du nicht anständig stehen geblieben, sondern weggelaufen?« Das Mädchen schluchzte: »Ich habe die gnädige Frau gar nicht kommen sehen. Und ich machte mir Sorgen, dass niemand im Zimmer ist, deshalb bin ich gelaufen.« Xifeng sagte: »Wenn niemand im Zimmer ist, wer hat dich dann hergeschickt? Und wenn du mich nicht gesehen hast, ich und Pinger haben hinter dir aus voller Kehle gerufen, zehnmal! Je mehr wir riefen, desto schneller bist du gelaufen. Wir waren doch nicht weit weg – bist du etwa taub? Und dann wagst du auch noch zu widersprechen!« Damit hob sie die Hand und schlug dem Mädchen ins Gesicht, dass es taumelte. Dann schlug sie es noch einmal auf die andere Wange. Sofort schwollen die Wangen des Mädchens violett an. Pinger mahnte schnell: »Gnädige Frau, habt acht auf Eure Hand!« Xifeng sagte: »Frag ihn noch einmal, warum er weggelaufen ist! Wenn er es nicht sagt, zerreiß ich ihm das Maul!« Das kleine Mädchen wehrte sich anfangs noch, aber als es hörte, dass Xifeng ein glühendes Eisen holen und ihm damit den Mund versengen wollte, weinte es: »Der zweite junge Herr ist zu Hause und hat mich hergeschickt, um nach der gnädigen Frau zu sehen. Wenn ich sehe, dass die Gesellschaft sich auflöst, soll ich ihm zuerst Bescheid sagen. Ich hätte nicht gedacht, dass die gnädige Frau jetzt schon kommt.« Xifeng merkte, dass da mehr dahintersteckte. »Hat er dich beauftragt, auf mich aufzupassen? Was? Hat er etwa Angst, dass ich nach Hause komme? Da muss es noch einen anderen Grund geben! Sag es mir schnell, dann werde ich dich von nun an verwöhnen. Wenn du es nicht genau sagst, hole ich sofort ein Messer und schneide dir das Fleisch von den Knochen!« Damit griff sie sich an den Kopf, zog eine Haarnadel heraus und stach damit auf den Mund des Mädchens ein. Das Mädchen wich erschrocken aus und weinte flehentlich: »Ich werde es der gnädigen Frau sagen, aber sagt nicht, dass ich es war!« Pinger redete ihr gut zu und drängte sie, schnell zu sprechen. Da sagte das Mädchen: »Der zweite junge Herr ist auch erst gerade ins Zimmer gekommen. Er hat ein Weilchen geschlafen, ist aufgewacht und hat jemanden geschickt, um nach der gnädigen Frau zu sehen. Die Person sagte, die Gesellschaft habe gerade erst begonnen und es werde noch eine ganze Weile dauern, bis die gnädige Frau käme. Da hat der zweite junge Herr die Kiste geöffnet, zwei Silberbarren herausgenommen, dazu zwei Haarnadeln und zwei Rollen Seide, und mir befohlen, alles heimlich der Frau des Bao Er zu bringen und sie hereinzubitten. Sie hat die Sachen genommen und ist dann in unser Zimmer gekommen. Der zweite junge Herr befahl mir, nach der gnädigen Frau zu sehen – was danach geschah, weiß ich nicht.«

Als Xifeng das hörte, wurde ihr vor Wut so schwach, dass ihr die Glieder versagten. Sie stand schnell auf und ging direkt nach Hause. Kaum war sie am Tor ihres Hofes angekommen, da sah sie, wie ein anderes kleines Mädchen am Tor den Kopf herausstreckte. Sobald es Xifeng erblickte, zog es den Kopf wieder ein und rannte weg. Xifeng rief es beim Namen und befahl ihm stehen zu bleiben. Das Mädchen war von Natur aus gewitzt. Als es sah, dass es nicht entkommen konnte, kam es kurzerhand herausgelaufen und sagte lachend: »Ich wollte gerade zur gnädigen Frau gehen und es ihr sagen, aber da kommt sie glücklicherweise schon!« Xifeng fragte: »Was willst du mir sagen?« Da erzählte das kleine Mädchen genau dasselbe, was das andere gesagt hatte, wie der zweite junge Herr zu Hause dies und das getan habe. Xifeng spuckte aus: »Was hast du früher gemacht? Jetzt, wo ich dich sehe, willst du dich aus der Affäre ziehen!« Damit hob sie die Hand und schlug das Mädchen, dass es taumelte. Dann schlich sie auf leisen Sohlen zum Fenster. Als sie hineinhorchte, hörte sie Lachen und Reden. Die Frau lachte: »Wann wird denn deine Furie von einer Frau endlich sterben!« Jia Lian sagte: »Wenn sie stirbt, und ich heirate wieder eine solche, was dann?« Die Frau sagte: »Wenn sie stirbt, dann mach doch Pinger zu deiner Hauptfrau! Das wäre vielleicht noch besser.« Jia Lian sagte: »Jetzt lässt sie mich nicht einmal mehr Pinger anrühren. Pinger hat auch einen ganzen Kummer, den sie nicht aussprechen darf. Warum muss in meinem Schicksal der ‚Nachthexen-Stern‘ stehen?«

Als Phönixfrau dies hörte, zitterte sie am ganzen Leib vor Wut. Und als sie hörte, wie beide Ping’er lobten, wurde sie misstrauisch, dass Ping’er ihr gegenüber sicherlich auch hinter ihrem Rücken gehässige Worte geäußert hatte. Der Weinrausch stieg ihr noch mehr zu Kopfe. Ohne lange zu überlegen, drehte sie sich um und versetzte Ping’er erst einmal zwei Schläge. Dann stieß sie mit einem Fußtritt die Tür auf, stürmte hinein und ließ, ohne sich auf Erklärungen einzulassen, ihre Fäuste auf Bao Ers Frau niederprasseln. Aus Angst, Jia Lian könnte entkommen, stellte sie sich vor die Tür und schrie: „Du verfluchte Hure! Du stiehlst den Mann deiner Herrin und willst obendrein die Herrin selbst umbringen! Ping’er, komm her! Ihr Huren und Hunde, ihr steckt alle unter einer Decke, ihr verachtet mich alle, aber in meinem Gesicht heuchelt ihr mir etwas vor!“ Mit diesen Worten verpasste sie Ping’er noch ein paar Schläge. Ping’er, die sich nirgendwohin wenden konnte, um ihr Unrecht zu klagen, weinte nur trocken vor Wut und schrie: „Ihr treibt diese schamlosen Dinge, warum zieht ihr mich da mit hinein, wo ich doch gar nichts damit zu tun habe!“ Damit begann auch sie, sich mit Bao Ers Frau zu raufen.

Jia Lian war ebenfalls betrunken gewesen und guter Dinge hereingekommen, hatte aber seine Sache nicht geheim genug betrieben. Sobald er Phönixfrau kommen sah, war er um seinen Verstand gebracht. Als er nun auch noch Ping’er lärmen sah, stieg ihm die Wut ebenfalls in den Kopf. Dass Phönixfrau Bao Ers Frau schlug, machte ihn schon wütend und beschämt, nur wagte er es nicht, etwas zu sagen. Als er aber sah, dass Ping’er auch mit eigenen Händen zuschlug, sprang er hinzu, trat nach ihr und fluchte: „Du verfluchte Hure! Schlägst du auch noch zu?“ Ping’er erschrak, hielt sofort inne und schluchzte: „Ihr redet hinter meinem Rücken, warum zieht ihr mich da hinein?“ Phönixfrau wurde noch wütender, als sie sah, dass Ping’er Angst vor Jia Lian hatte. Sie stürzte sich erneut auf Ping’er und wollte sie zwingen, ihrerseits Bao Ers Frau zu schlagen. Ping’er geriet in Panik, lief hinaus und suchte nach einem Messer, um sich umzubringen. Die alten Dienerinnen und Mädchen draußen hielten sie eilig zurück und versuchten, sie zu besänftigen. Drinnen stieß Phönixfrau, als sie sah, dass Ping’er sich umbringen wollte, mit dem Kopf gegen Jia Lians Brust und schrie: „Ihr steckt unter einer Decke und wollt mich verderben, und als ich es höre, schüchtert ihr mich auch noch ein! Erwürg mich doch gleich!“ Jia Lian riss wütend ein Schwert von der Wand und rief: „Du brauchst dich nicht umzubringen! Ich bin auch am Ende! Ich bringe euch alle um, büße dafür mit meinem Leben, und dann haben wir alle Ruhe!“

Während dieser wüsten Szene kamen plötzlich Madam You und eine Gruppe von Leuten herein und fragten: „Was ist denn das? Eben war noch alles in bester Ordnung, und jetzt bricht dieser Lärm aus.“ Als Jia Lian die Leute sah, legte er erst recht „unter dem Vorwand des Weines eine verrückte Schau“ hin, spielte den Gewaltigen und tat so, als wolle er Phönixfrau umbringen. Phönixfrau, die die Leute kommen sah, war nicht mehr so ungestüm wie zuvor. Sie ließ alle stehen, lief weinend zu ihrer Großmutter Jia hinüber.

Zu diesem Zeitpunkt war die Theateraufführung bereits zu Ende. Phönixfrau rannte zu Großmutter Jia, warf sich in deren Schoß und rief nur: „Ahnherrin, rettet mich! Der zweite Herr Lian will mich umbringen!“ Großmutter Jia, Lady Xing und Lady Wang fragten sogleich, was denn los sei. Phönixfrau schluchzte: „Ich war gerade nach Hause gekommen, um mich umzuziehen. Da hörte ich, dass der zweite Herr Lian zu Hause mit jemandem sprach. Ich dachte, es sei ein Gast, und wagte nicht hineinzugehen. Als ich aber am Fenster lauschte, stellte sich heraus, dass er mit Bao Ers Frau beriet. Sie sagten, ich sei zu streng, und wollten mir Gift geben, um mich zu töten und Ping’er an meine Stelle zu setzen. Ich war schon wütend, wagte aber nicht, mit ihm zu streiten. Zuerst schlug ich Ping’er ein paar Mal und fragte sie, warum sie mir nach dem Leben trachte. Darüber wurde er zornig und beschämt und wollte mich umbringen.“ Großmutter Jia und die anderen hielten dies für bare Münze und sagten: „Das ist ja unerhört! Holt sofort diesen Schurken her!“ Kaum war dies gesagt, da kam Jia Lian mit gezücktem Schwert herbeigestürzt, gefolgt von vielen Leuten. Jia Lian wusste genau, dass Großmutter Jia die beiden gewöhnlich verwöhnte und dass selbst seine Mutter und Tante nichts dagegen hatten. Deshalb spielte er den Starken und kam so an. Als Lady Xing und Lady Wang ihn sahen, hielten sie ihn wütend auf und schalten: „Du Schurke! Du lehnst dich ja richtig auf! Die Alte Herrin ist hier!“ Jia Lian schielte und sagte: „Die alte Herrin hat sie ja auch immer verwöhnt, deshalb ist sie so. Jetzt beschimpft sie mich sogar!“ Lady Xing riss ihm wütend das Schwert aus der Hand und befahl ihm: „Hinaus mit dir!“ Jia Lian benahm sich wie ein verzogenes Kind, tat zimperlich und redete unverschämt weiter. Da sagte Großmutter Jia zornig: „Ich weiß, dass du uns alle nicht achtest. Man soll seinen Vater holen!“ Als Jia Lian dies hörte, taumelte er endlich hinaus. Aus Trotz ging er nicht nach Hause, sondern in das äußere Arbeitszimmer.

Drinnen machten Lady Xing und Lady Wang auch Phönixfrau Vorwürfe. Großmutter Jia lächelte: „Was ist denn das für eine wichtige Sache! Die Kinder sind jung, wie naschhafte Kätzchen, da kann man nicht erwarten, dass so etwas nicht vorkommt. Seit alters her machen alle Menschen diese Erfahrung. Es ist nur meine Schuld, dass er ein paar Schlucke zu viel getrunken hat und dann eifersüchtig wurde.“ Alle lachten. Großmutter Jia fuhr fort: „Sei unbesorgt. Morgen werde ich ihn rufen lassen, damit er sich bei dir entschuldigt. Heute brauchst du nicht zu ihm zu gehen und ihn zu beschämen.“ Dann schalt sie: „Und Ping’er, dieses Mädchen! Sonst hielt ich sie für gut, aber wie ist sie im Verborgenen so böse!“ Madam You und die anderen lachten: „Ping’er hat kein Unrecht begangen. Phönixfrau hat nur an ihr ihre Wut ausgelassen. Da die Eheleute sich nicht direkt prügeln konnten, haben sie an Ping’er ihren Zorn ausgelassen. Ping’er ist furchtbar gekränkt, und die alte Herrin schilt sie noch.“ Großmutter Jia sagte: „Ach so! Ich sagte ja, das Mädchen scheint mir nicht von der hinterhältigen, verführerischen Sorte zu sein. Wenn das so ist, die Arme, dass sie grundlos ihre Wut ertragen muss.“ Sie rief Hupo: „Geh hinaus und sag Ping’er, dass ich gesagt habe: Ich weiß, dass sie Unrecht erlitten hat. Morgen werde ich Phönixfrau heißen, sich bei ihr zu entschuldigen. Heute ist der Geburtstag ihrer Herrin, sie darf nicht herumtoben.“

Ping’er war inzwischen von Li Wan in den Großen-Garten-Garten geholt worden. Ping’er weinte so sehr, dass sie schluchzend den Kopf nicht heben konnte. Bao Chai redete ihr zu: „Du bist eine verständige Person. Wie behandelt Phönixfrau dich sonst? Heute hat sie nur ein Glas zu viel getrunken. Soll sie etwa ihren Zorn an anderen auslassen? Die anderen würden sie dann auslachen, weil sie betrunken ist. Wenn du jetzt nur auf deiner Kränkung beharrst, werden dann nicht all deine sonstigen guten Eigenschaften in Frage gestellt?“ Während sie so sprachen, kam Hupo und überbrachte die Worte von Großmutter Jia. Ping’er fühlte sich geehrt und erholte sich allmählich. Sie ging auch nicht mehr nach vorne. Bao Chai und die anderen ruhten sich eine Weile aus und gingen dann erst zu Großmutter Jia und Phönixfrau.

Bao-yu bat Ping-yi, mit ihm in das Parfüm des Roten Pavillons zu kommen. Xi-ren begrüßte sie eilends und sagte lächelnd: „Ich hatte eigentlich vor, dich zu bitten, aber weil die ältere Schwägerin und die jungen Fräulein alle Platz machten, konnte ich es nicht tun.“ Ping-yi erwiderte lächelnd: „Besten Dank.“ Dann fuhr sie fort: „Wie kommt das nur so plötzlich? Ohne jeden Grund habe ich eine Wutausbrüche erduldet.“ Xi-ren lächelte: „Die zweite Herrin behandelt dich sonst gut, das war nur ein Augenblick der Wut.“ Ping-yi sagte: „Die zweite Herrin hat nicht viel gesagt, aber diese Hure hat mich herumkommandiert, und sie hat mich ausgerechnet als Zielscheibe benutzt, und obendrein hat dieser dumme Herr von uns mich noch geschlagen.“ Dabei überkam sie wieder die Kränkung, und sie konnte die Tränen nicht zurückhalten. Bao-yu beeilte sich, sie zu trösten: „Gute Schwester, sei nicht traurig. Ich bitte an ihrer beider Stelle um Verzeihung.“ Ping-yi lächelte: „Was hast du damit zu tun?“ Bao-yu lächelte: „Wir Brüder und Schwestern sind alle gleich. Wenn sie jemanden beleidigt haben, ist es nur recht, dass ich in ihrem Namen um Verzeihung bitte.“ Dann sagte er: „Schade, dass dein neues Kleid auch befleckt ist. Hier hast du das Kleid deiner Blütenschwester, warum ziehst du es nicht an und besprühst das alte mit Branntwein und bügelst es? Und mach dir auch das Haar neu und wasch dir das Gesicht.“ Während er sprach, befahl er den kleinen Mädchen, Waschwasser zu bringen und das Bügeleisen zu erhitzen. Ping-yi hatte bisher nur gehört, dass Bao-yu besonders gut mit Mädchen umgehen konnte; Bao-yu selbst hatte sich, weil Ping-yi die geliebte Nebenfrau Jia Lians und die Vertraute der Xifeng war, nie mit ihr einlassen wollen, und da er ihr nicht nach Herzenslust dienen konnte, hatte er das oft bedauert. Als sie ihn nun so sah, dachte sie bei sich: „Die Gerüchte sind nicht umsonst; er denkt an alles.“ Und als sie sah, wie Xi-ren eigens einen Koffer öffnete und zwei wenig getragene Kleider herausholte, damit sie sich umkleiden könne, zog sie schnell ihr eigenes Gewand aus und wusch sich das Gesicht. Bao-yu lächelte und ermunterte sie: „Schwester, du solltest auch etwas Puder und Rouge auflegen, sonst könnte es aussehen, als ob du mit der Phönix-Schwester schmolltest. Und außerdem ist heute ihr Festtag, und die Alte Herrin hat sogar jemanden geschickt, um dich zu trösten.“ Ping-yi fand das vernünftig und suchte nach Puder, fand aber keinen. Bao-yu ging schnell zum Toilettentisch, öffnete eine Porzellandose aus der Xuan-De-Periode, in der eine Reihe von zehn Stäbchen aus Lilienblütenstängeln steckte, nahm eines heraus und gab es Ping-yi. Dann sagte er lächelnd zu ihr: „Das ist kein Bleiweiß, sondern gemahlene Samen der Wunderblume, die mit Duftstoffen vermischt sind.“ Ping-yi ließ es sich in die Handfläche rieseln und sah, dass es leicht, weiß, rötlich und duftend war – alles Vorzüge – und dass es sich gleichmäßig auf der Haut verteilen ließ und die Haut geschmeidig machte, anders als manche anderen Pudersorten, die schwer und stumpf waren. Dann sah sie, dass die rote Schminke nicht in Blättern kam, sondern in einer kleinen weißen Jadedschale, die eine Masse wie Rosenkonfitüre enthielt. Bao-yu lächelte: „Die im Laden verkaufte Schminke ist nie sauber und die Farbe zu dünn. Das hier ist aus erstklassigem Rouge, das ausgepresst, von allen Rückständen gereinigt und dann mit Blütendestillat gedämpft und geschichtet wird. Man nimmt nur eine feine Haarnadel, sticht ein wenig heraus, verreibt es auf der Handfläche, löst es mit etwas Wasser auf, trägt es auf die Lippen auf, und die Handfläche reicht noch für die Wangen.“ Ping-yi schminkte sich nach seinen Anweisungen, und tatsächlich war das Ergebnis ungewöhnlich leuchtend, und ihr ganzes Gesicht duftete süß. Bao-yu schnitt dann mit einer Bambusschere eine doppelstielige Herbstorchidee aus einer Schale und steckte sie ihr ins Haar. Plötzlich schickte Li Wan ein Mädchen, um sie zu rufen, und sie ging eilig davon.

Bao-yu hatte es immer bedauert, dass er Ping-yi nie hatte dienen können – und Ping-yi war ein überaus kluges und zartes Mädchen von hoher Art, nicht zu vergleichen mit den groben und dummen Geschöpfen. Heute war der Geburtstag von Jin-chuan, und deshalb war er den ganzen Tag über niedergeschlagen gewesen. Dass dann diese Sache passierte und er Ping-yi doch ein wenig dienen konnte, war eine unerwartete Freude in seinem Leben. Er legte sich aufs Bett und fühlte sich innerlich ganz zufrieden. Plötzlich dachte er daran, dass Jia Lian nur seine eigene Lust suchte und sich nicht um die Toilettenkünste kümmerte. Und er dachte daran, dass Ping-yi keine Eltern, keine Brüder oder Schwestern hatte, ganz allein stand und für das Ehepaar Jia Lian und Xifeng sorgen musste. Jia Lians Gemeinheit und Xifengs herrische Art – und sie brachte alles zuwege, und heute noch wurde sie so misshandelt. Sie musste ein schweres Schicksal haben, noch schwerer als Dai-yu. Bei diesem Gedanken wurde er wieder traurig und konnte nicht umhin, ein paar Tränen zu vergießen. Da er sah, dass Xi-ren und die anderen nicht im Zimmer waren, ließ er ein paar bittere Tränen fließen. Dann stand er auf, sah, dass der Branntwein auf den Kleidern, die er vorher besprüht hatte, schon halb getrocknet war, nahm das Bügeleisen, bügelte sie und legte sie zusammen. Er fand ihr Taschentuch, das sie vergessen hatte, und darauf waren noch Tränenflecken; er wusch es im Waschbecken und hängte es zum Trocknen auf. Zwischen Freude und Traurigkeit, und eine Weile bedrückt, ging er dann auch zum Duftreis-Dorf, plauderte ein wenig, und erst als die Lampen angezündet wurden, trennte man sich.

Ping-yi übernachtete bei Li Wan, Xifeng blieb bei der Alten Herrin. Jia Lian kehrte am Abend in sein Zimmer zurück, fand es öde und still, wagte nicht, jemanden zu rufen, und schlief nur notdürftig eine Nacht. Als er am nächsten Morgen erwachte, dachte er an den gestrigen Vorfall, fand ihn höchst peinlich und bereute ihn sehr. Frau Xing, die sich an den gestrigen Rausch Jia Lians erinnerte, kam früh am Morgen und ließ Jia Lian zur Alten Herrin rufen. Jia Lian musste sich voller Scham aufmachen und vor der Alten Herrin niederknien. Die Alte Herrin fragte ihn: „Was ist los mit dir?“ Jia Lian beeilte sich, lächelnd zu antworten: „Gestern hatte ich getrunken und die Alte Herrin erschreckt; heute komme ich, um meine Strafe zu empfangen.“ Die Alte Herrin spuckte aus: „Du niederträchtiger Kerl! Wenn du deinen Fusel getrunken hast, könntest du dich anständig hinlegen und schlafen, statt deine Frau zu schlagen! Die Phönix-Dirne prahlt den ganzen Tag und tut, als wäre sie ein Tyrann, aber gestern war sie so erschrocken, dass sie einem leid tat. Wenn ich nicht gewesen wäre, hättest du sie umgebracht, und was dann?“ Jia Lian war voller Kränkung, wagte aber nicht zu widersprechen und gab nur zu, dass er unrecht hatte. Die Alte Herrin fuhr fort: „Sind die Phönix-Dirne und Ping-yi nicht wie kleine Schönheiten? Reicht dir das nicht? Den ganzen Tag treibst du dich herum und schleppst alles Schmutzige und Stinkende in dein Zimmer. Wegen solcher Huren schlägst du deine Frau und deine eigenen Leute. Und du gibst dich als Sohn einer vornehmen Familie – das ist eine schöne Schande. Wenn du noch etwas Respekt vor mir hast, steh auf, ich verzeihe dir, und dann bitte schön deine Frau um Verzeihung, nimm sie mit nach Hause, dann bin ich zufrieden. Sonst geh nur, ich wage es nicht, deine Kniefälle anzunehmen.“ Als Jia Lian das hörte, sah er Xifeng dort stehen; sie trug keinen Schmuck, ihre Augen waren vom Weinen geschwollen, sie hatte kein Puder oder Rouge aufgetragen, ihr Gesicht war blass und gelb, und sie wirkte noch bemitleidenswerter und lieblicher als sonst. Er dachte: „Es ist besser, ich bitte um Verzeihung, dann sind wir wieder gut, und ich mache der Alten Herrin eine Freude.“ Nachdem er das überlegt hatte, lächelte er und sagte: „Was die Alte Herrin sagt, wage ich nicht zu missachten, aber das macht sie nur noch übermütiger.“ Die Alte Herrin lächelte: „Unsinn! Ich weiß, dass sie sehr wohlerzogen ist und nie jemanden kränkt. Wenn sie dir eines Tages etwas antut, werde ich schon dafür sorgen, dass du sie bezwingen kannst.“

Als Jia Lian das hörte, stand er auf, machte eine tiefe Verbeugung vor Xifeng und sagte lächelnd: „Es war wirklich meine Schuld. Zweite Herrin, verzeiht mir!“ Alle im Raum lachten. Die Alte Herrin lächelte: „Phönix-Dirne, sei nicht mehr böse. Wenn du noch böse bist, werde ich böse.“ Dann ließ sie Ping-yi rufen und befahl Xifeng und Jia Lian, Ping-yi zu trösten. Als Jia Lian Ping-yi sah, wurde er noch ungehaltener. Es gilt das Sprichwort: „Die Ehefrau ist nicht so gut wie die Nebenfrau, die Nebenfrau nicht so gut wie die gestohlene.“ Als er die Alte Herrin so sprechen hörte, trat er vor und sagte: „Fräulein, du hast gestern Unrecht erlitten. Es war alles meine Schuld. Dass die Herrin dich gekränkt hat, kam auch durch mich. Ich bitte nicht nur für mich um Verzeihung, sondern auch für deine Herrin.“ Dabei machte er eine Verbeugung, was die Alte Herrin zum Lachen brachte, und auch Xifeng lächelte. Die Alte Herrin befahl dann Xifeng, Ping-yi zu trösten. Ping-yi trat schnell vor, kniete vor Xifeng nieder und sagte: „Der Herrin ewiger Segen. Ich habe die Herrin erzürnt, und das war mein Tod verdient.“ Xifeng schämte sich gerade, dass sie gestern zu viel getrunken, ihre sonstige Güte vergessen und sich von anderen hatte aufhetzen lassen, Ping-yi grundlos zu demütigen. Als sie nun Ping-yi so sah, überkamen sie Scham und Wehmut; sie zog sie schnell hoch und vergoss Tränen. Ping-yi sagte: „Ich habe der Herrin so viele Jahre gedient, und nie habt ihr mir auch nur einen Fingernagel gekrümmt. Dass ihr mich gestern geschlagen habt, nehme ich der Herrin nicht übel. Es war alles diese Hure, die mich geplagt hat, und die Herrin musste ja zürnen.“ Dabei flossen auch ihr die Tränen. Die Alte Herrin befahl dann, die drei in ihre Zimmer zurückzubringen, und sagte: „Wenn jemand diese Sache noch einmal erwähnt, kommt sofort zu mir. Ich werde, egal wer es ist, ihn mit meinem Krückstock verprügeln.“

Die drei Personen verneigten sich erneut vor der alten Frau Jia, Frau Xing und Frau Wang. Die alte Dienerin willigte ein und begleitete sie zurück. Als sie im Zimmer waren und Fengjie sah, dass niemand sonst da war, sagte sie: „Wie komme ich dazu, wie ein Yama-König oder ein Yaksha zu sein? Diese Hure wünschte mir den Tod, und du halfst ihr auch noch dabei. Selbst wenn ich tausend Tage schlecht bin, gibt es doch einen guten Tag. Elend, wie ich bin, habe ich mich abgerackert, bis ich schlechter bin als eine Hure – welches Gesicht habe ich noch, um dieses Leben weiterzuführen?“ Damit begann sie wieder zu weinen. Jia Lian sagte: „Bist du noch nicht zufrieden? Denk genau nach, wessen Schuld war gestern größer? Heute bin ich vor den Leuten sogar auf die Knie gefallen und habe mich entschuldigt – du hast doch genug Ehre gewonnen. Jetzt noch zu nörgeln, willst du etwa, dass ich mich wieder vor dir hinknie, damit du aufhörst? Zu stark zu sein, ist auch nichts Gutes.“ Diese Worte ließen Fengjie sprachlos zurück, und Pinger lachte plötzlich auf. Jia Lian lächelte ebenfalls: „Schon wieder gut! Wahrhaftig, ich weiß auch nicht mehr weiter.“

Während sie so sprachen, kam eine Schwiegertochter herein, um zu melden: „Die Frau von Bao Er hat sich erhängt.“ Jia Lian und Fengjie erschraken beide. Fengjie verbarg schnell ihre Angst und rief stattdessen: „Wenn sie tot ist, ist es eben vorbei – was gibt es da so Aufregendes?“ Kurz darauf trat Lin Zhixiaos Frau herein und flüsterte Fengjie zu: „Die Frau von Bao Er hat sich erhängt, und ihre Verwandten mütterlicherseits wollen Anzeige erstatten.“ Fengjie lachte: „Das ist ja gut, ich habe gerade Lust auf einen Prozess!“ Lin Zhixiaos Frau sagte: „Ich habe sie gerade mit den anderen beruhigt, ihnen eine Drohung eingeschärft und ihnen etwas Geld versprochen – jetzt haben sie eingewilligt.“ Fengjie erwiderte: „Ich habe kein Geld! Selbst wenn ich welches hätte, würde ich es nicht geben; lass sie nur klagen. Ihr sollt sie weder beruhigen noch einschüchtern – lasst sie einfach klagen. Wenn sie es nicht durchsetzen können, werden wir sie wegen ‚Leichenerpressung‘ belangen!“ Lin Zhixiaos Frau war ratlos, aber als sie sah, wie Jia Lian ihr zuzwinkerte, verstand sie und ging hinaus, um zu warten. Jia Lian sagte: „Ich gehe mal nach draußen und schau mir an, was los ist.“ Fengjie sagte: „Gib ihm kein Geld.“ Jia Lian ging hinaus und beriet sich mit Lin Zhixiao. Sie schickten jemanden, der hin- und herredete und schließlich zweihundert Silberlinge für die Beerdigung versprach, worauf die Sache erledigt war. Jia Lian fürchtete eine plötzliche Wendung und ließ auch jemanden zu Wang Ziteng schicken, der einige Polizisten und Leichenbeschauer holen sollte, um bei der Beerdigung zu helfen. Als die Leute das sahen, wagten sie selbst bei weiterem Widerspruch nicht zu widersprechen und schluckten ihren Ärger hinunter. Jia Lian ließ Lin Zhixiao die zweihundert Silberlinge in das laufende Konto eintragen und als Ausgaben verbuchen. Er gab Bao Er auch heimlich etwas Silber und tröstete ihn: „Eines Tages suche ich dir eine bessere Frau aus.“ Bao Er hatte nun Ehre und Geld – wie hätte er da nicht einwilligen sollen? So schmeichelte er Jia Lian weiter, und davon sei nicht weiter die Rede.

Drinnen war Fengjie innerlich zwar unruhig, tat aber äußerlich, als ob sie nichts bemerkte. Da das Zimmer leer war, zog sie Pinger zu sich und lächelte: „Ich habe mich gestern betrunken, trag es mir nicht nach. Wo habe ich dich geschlagen? Lass mich sehen.“ Pinger sagte: „Es war nicht sehr schwer.“ Da hörte man, dass die jungen Damen und die jungen Frauen hereinkamen. Um zu erfahren, was geschah, lese man die nächste Auflösung.