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Buch von Shang

Verkündigung des Tang

Kapitel 12

König Tang hatte bereits das Mandat des Himmels der Xia-Dynastie aufgehoben. Dann kehrte er nach Bo zurück. Er verfasste den „Erlass des Tang“. (Dieser Satz fehlt im Originaltext.)

Der König kehrte von dem Ort zurück, an dem er die Xia besiegt hatte. Er erreichte Bo. Er verkündete die Botschaft weithin allen zehntausend Reichen.

Der König sprach: „Ach! Ihr zahlreichen Untertanen aus allen vier Himmelsrichtungen und allen Ländern, hört aufmerksam auf die Verkündigung von mir allein. Der große, erhabene Himmelsgott senkte die gute Natur auf die Menschen der unteren Welt herab. Wenn sie ihrer beständigen Natur folgen, dann ist derjenige, der sie in der dem Weg entsprechenden Weise zu beruhigen vermag, der Herrscher.

Der Sommerkönig vernichtete die Tugend und übte Willkür aus. Dadurch verübte er Gewalttaten gegen euch, die Bevölkerung aller vier Himmelsrichtungen und aller Länder. Ihr, die Bevölkerung aller vier Himmelsrichtungen und aller Länder, erlittet seine grausamen Heimsuchungen. Ihr konntet die giftigen Qualen nicht ertragen und klagtet gemeinsam den Göttern des Himmels und der Erde eure Unschuld. Die Ordnung des Himmels ist, den Guten Segen zu schenken und den Bösen Unheil zuzufügen. Daraufhin sandte er Unheil über das Xia-Reich, um dessen Schuld zu offenbaren.

Deshalb, ich, der Geringe, befolge die strahlende Macht des Himmels und wage nicht, den Jie von Xia zu begnadigen. Ich wagte es, einen schwarzen Stier als Opfer darzubringen. Ich wagte es, klar dem Himmel und den Göttern zu opfern und zu verkünden, dass ich das schuldige Xia-Reich bestrafen ließe. Daraufhin suchte ich den großen Weisen (Yi Yin) und verband mein Herz mit dem seinen, um für euch alle um die Bewahrung des Lebens zu bitten.

Der Himmel vertraute wahrhaftig dem Schutz der Menschen der unteren Welt. Der schuldige Jie von Xia wurde abgesetzt und unterworfen. Der Befehl des Himmels hatte keinen Fehler. Die zehntausend Dinge gediehen wie Gras und Bäume. Die Milliarden Menschen erlangten wahrhaftig das Leben.

Mir allein wurde die Beruhigung eurer Staaten anvertraut. Heute weiß ich nicht, ob ich den Himmel und die Erde beleidigt habe. In Zittern und Furcht bin ich sehr ängstlich, als würde ich in einen Abgrund stürzen.

Alle Fürsten, die mit mir Staaten gründen, ahmt keine gesetzwidrigen Dinge nach. Verfallt nicht in Genuss und Zügellosigkeit. Jeder befolge eure beständigen Gesetze, um den Segen des Himmels zu empfangen. Wenn ihr gute Taten habt, wage ich nicht, sie zu verbergen. Wenn die Schuld auf mir liegt, wage ich nicht, mich selbst zu begnadigen. Denn all dies wird im Herzen des höchsten Gottes geprüft. Wenn ihr, die zehntausend Reiche der vier Himmelsrichtungen, Schuld habt, so falle sie auf mich allein. Wenn ich, der Einzelne, Schuld habe, so ziehe sie nicht euch, die zehntausend Reiche der vier Himmelsrichtungen, mit hinein.

Ach! Ich hoffe, dass ihr dies aufrichtig und treu bewahren könnt. Dann wird es auch ein gutes Ende geben.“