Besser lesen auf dem Handy App Buch der Urkunden: Volltextsuche, Lesezeichen, Vorlesen, Offline-Lesen
Thema
Schriftgröße 18
Buch von Shang

Pan Geng, Teil 3

Kapitel 20

Nachdem Pan Geng die Hauptstadt verlegt hatte, ließ er das Wohngebiet befrieden, richtete sodann seinen eigenen Platz ein und beruhigte das gesamte Volk.

Er sprach: „Seid nicht nachlässig oder träge, sondern strebt danach, den großen Auftrag zu erfüllen.“

Nun will ich mein Herz und meine Nieren öffnen und euch, mein Volk, einen nach dem anderen in meinen innersten Gedanken unterweisen. Ich gedenke nicht, euch allen die Schuld zuzuschieben; ihr sollt nicht gemeinsam in Zorn geraten, noch sollt ihr euch verschwören, um auf Verleumdungen zu hören und mich allein anzugreifen.

In alter Zeit, als unsere früheren Könige das Werk ihrer Vorgänger mehren wollten, zogen sie in die Bergregionen, um unser Unglück zu mindern und dass sich gute Taten in unserem Lande zeigten. Nun aber zerstreut und zerteilt sich mein Volk durch diese Unruhe und hat keine feste Heimstatt. Ihr sagt, warum ich die Zehntausende erschüttere und umsiedle?

Darum wird der Höchste Herr die Tugend meines Ahnherrn wiederherstellen und unser Haus und Land ordnen. Auch ich bin in Demut und Ehrfurcht bereit, das Schicksal des Volkes auf mich zu nehmen, auf dass die neue Stadt für immer ein Ort des Friedens sei.

Deshalb, ich, dieser junge Mensch, habe nicht leichtfertig geplant. Ich habe die Geister bemitleidet und ihnen gefolgt, und keiner wagte, gegen die Orakelbefragung zu handeln, um so dieses gute Werk zu vollenden.

Ach! Ihr Fürsten der Länder, ihr Vorsteher und alle Amtsträger, ich hoffe, ihr alle werdet tief in euren Herzen darüber nachsinnen.

Ich werde mich bemühen, euch zu erwählen und zu unterstützen, und ich gedenke und ehre mein ganzes Volk.

Ich bin nicht fähig, nach Reichtümern und Schätzen zu gieren; ich wage nur ehrfürchtig, dem Volk Leben und Nahrung zu verschaffen, die Menschen zu umsorgen, ihnen Wohnstätten zu schaffen und in rechter Ordnung ehrfürchtig zu handeln.

Nun habe ich euch meine guten und schlechten Absichten kundgetan; niemand sei unehrerbietig.

Hortet keine Schätze, sondern erwirkt euren Nutzen durch Leben und Nahrung.

Damit sollt ihr die Tugend des Volkes weit verbreiten und ewig einen gemeinsamen Willen tragen.