Der Reisehund
Der westliche Stammesführer überreichte einen Jagdhund, und der Großfürst verfasste das „Reise-Jagdhund" (Dieser Absatz fehlt im Originaltext).
Nachdem König Wu die Shang-Dynastie besiegt hatte, öffnete er die Wege zu den neun Yi- und acht Man-Stämmen. Der westliche Stammesführer kam, um seinen Jagdhund als Tribut darzubringen. Daraufhin verfasste der Großfürst das „Reise-Jagdhund", um König Wu zu ermahnen. (Dieser Absatz fehlt im Originaltext.)
Er sprach: „Ach! Der erleuchtete König pflegt tugendhaft seine Tugend, und die westlichen Barbaren kommen alle in Ehrfurcht. Ob fern oder nah, alle bringen die Erzeugnisse ihres Landes dar, nur Kleidung, Nahrung und Gebrauchsgegenstände."
Der König gab das, was er durch die Verbreitung seiner erhabenen Tugend erlangt hatte, an die Staaten mit anderen Familiennamen, damit sie ihre Pflichten nicht vernachlässigten. Auch verteilte er Edelsteine an die Staaten der Onkel und Brüder mit demselben Familiennamen, um die Zuneigung zwischen Verwandten zu bekunden. Der Mensch sollte nicht die Gegenstände selbst schätzen; nur die Tugend ist das Kostbarste.
Wenn die Tugend groß ist, nähert man sich nicht der Geringschätzung. Wenn man edle Männer geringschätzt, kann man nicht die Herzen aller gewinnen; wenn man niedrige Menschen geringschätzt, kann man ihre Kräfte nicht voll nutzen.
Wenn man seine Ohren und Augen nicht dazu benutzt, Vergnügungen und Klängen nachzujagen, werden alle Einrichtungen aufrecht.
Mit Menschen zu spielen, führt zum Verlust der Tugend; mit Gegenständen zu spielen, führt zum Verlust des Willens.
Der Wille muss durch den Weg (Dao) gefestigt werden, und die Worte müssen durch den Weg (Dao) beantwortet werden.
Tue nichts Nutzloses, um das Nützliche zu schädigen, dann können die Werke gelingen. Schätze nicht seltsame Dinge und verachte nicht nützliche Dinge, dann wird das Volk reich. Hunde und Pferde, die nicht in diesem Land heimisch sind, züchtet man nicht; seltene Vögel und exotische Tiere hält man nicht im Lande. Hält man nicht ferne Seltsamkeiten für Schätze, so werden die fernen Völker sich unterwerfen; schätzt man nur die Weisen, so werden die nahen Völker in Frieden leben.
Ach! Zu keiner Zeit, weder am Morgen noch am Abend, darf man einen Augenblick nachlässig sein. Wenn man nicht auf kleine Handlungen achtet, wird dies schließlich die große Tugend beeinträchtigen. Wenn man einen neun Fuß hohen Berg aufschüttet, scheitert das Werk am Fehlen eines einzigen Korbes Erde.
Wenn man dies wahrhaftig befolgt, kann das Volk in Frieden leben, und der König kann für immer König sein.
