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Buch von Zhou

Das Gebot des Markgrafen Wen

Kapitel 56

König Ping schenkte dem Markgrafen Wen von Jin schwarzen Hirsewein und einen Jadepokal mit Löffel. Daraufhin verfasste er den „Auftrag des Markgrafen Wen“. (Dieser Absatz fehlt im Originaltext.)

Der König sprach also: „Vater Yihe, der große und erhabene König Wen und König Wu vermochten es, ihre leuchtende Tugend mit Bedacht zu pflegen. Sie strahlte empor bis zum Himmel und wurde weit unter dem Volk bekannt. Eben deshalb sammelte der erhabene Himmel die himmlische Bestimmung auf König Wen. Auch weil die vormaligen aufrechten Minister sie zur Rechten und Linken unterstützten und ihrem Herrn in Klarheit dienten – ob große oder kleine Pläne, nichts wurde nicht befolgt –, so konnten die verstorbenen Ahnen sicher auf ihren Thronen verweilen.

Ach, erbarmenswert bin ich, der junge Erbe! Meine Nachfolge traf auf eine große Heimsuchung des Himmels, die dem niederen Volk die Lebensgrundlage und Gnadengaben entzog. Die Barbarenstämme fielen in unser Reich ein, und Drangsal erfüllte es gleichermaßen von innen wie von außen. Was meine Amtsträger betrifft, so gibt es keinen ehrwürdigen, hochbetagten und tugendhaften Weisen, der im Amt stünde. Ich bin ohne Fähigkeit und kann nur sagen: Allein die Ahnen, allein die Väter mögen wohl um meinen Leib besorgt sein. Ach, du hast Verdienste um mich, den Einen, erworben und den Throninhabern dauerhaften Frieden gebracht.

Vater Yihe, du vermochtest es, deine leuchtenden Vorfahren fortzusetzen. Du begannst, König Wen und König Wu nachzuahmen, um so deinen Herrscher zu vereinen und ihm nachzufolgen, der vergangenen Generationen wohltätiger Gelehrsamkeit zu gedenken und sie zu ehren. Du hast vielfach deine Tugend geläutert und mich inmitten der Bedrängnis beschützt. So wie du bist, lobe ich dich sehr.

Der König sprach: „Vater Yihe, kehre zurück und mustere deine Truppen, befriede dein Lehen. Jetzt verleihe ich dir: schwarzen Hirsewein in einem Krug, einen roten Bogen mit hundert roten Pfeilen, einen schwarzen Bogen mit hundert schwarzen Pfeilen und vier Pferde. Vater, geh nun! Befriede die Fernen, mache die Nahen dir vertraut, erweise Gunst und Frieden dem kleinen Volk, gib dich nicht der Muße oder dem Vergnügen hin. Prüfe und sorge dich um deine Hauptstadt, um so deine leuchtende Tugend zu vollenden.“