Biographien der Schüler des Konfuzius, siebtes Kapitel
Konfuzius sagte: „Diejenigen, die von mir die Lehre empfingen und die sechs Künste vollständig beherrschten, waren siebenundsiebzig Männer“ – allesamt hochbegabte Menschen. In der Tugend: Yan Yuan, Min Ziqian, Ran Boniu, Zhonggong. In der Staatskunst: Ran You, Ji Lu. In der Rede: Zai Wo, Zigong. In der Literatur: Ziyou, Zixia. Zizhang war extrem, Zeng Shen war langsam, Gao Chai war töricht, Zhong You war grob, Yan Hui war stets in Armut. Duanmu Ci war unruhig und trieb Handel; er erriet die Marktlage und traf oft richtig.
Die Menschen, die Konfuzius verehrte: In Zhou war es Laozi; in Wei war es Qu Boyu; in Qi war es Yan Pingzhong; in Chu war es Laolaizi; in Zheng war es Zichan; in Lu war es Meng Gongchuo. Mehrmals lobte er Zang Wenzhong, Liuxia Hui, Tongdi Bohua und Jieshan Ziran, doch Konfuzius lebte später als sie, sie waren nicht aus derselben Zeit.
Yan Hui stammte aus Lu, sein Stilname war Ziyuan. Er war dreißig Jahre jünger als Konfuzius.
Yan Yuan fragte, was Menschlichkeit sei. Konfuzius sagte: „Sich selbst überwinden und den Regeln der Sitte gemäß handeln – dann kehrt die ganze Welt zur Menschlichkeit zurück.“
Konfuzius sagte: „Edel ist Yan Hui! Ein Bambuskorb voll Reis, ein Krug Wasser, wohnend in einer ärmlichen Gasse – andere hätten diese Not nicht ertragen können, doch Yan Hui änderte seine Freude nicht.“ „Yan Hui sieht aus wie ein Tor; doch wenn man seine privaten Worte und Taten prüft, so genügen sie, um die Prinzipien zu entfalten – Yan Hui ist kein Tor.“ „Wenn man mich einsetzt, handle ich; wenn man mich nicht einsetzt, verberge ich mich. Nur du und ich haben diese Haltung!“
Als Yan Hui neunundzwanzig Jahre alt war, wurden seine Haare ganz weiß, und er starb früh. Konfuzius weinte sehr schmerzlich und sagte: „Seit ich Yan Hui hatte, sind die Schüler mir näher gekommen.“ Herzog Ai von Lu fragte: „Wer unter den Schülern ist der Lernbegierigste?“ Konfuzius antwortete: „Es gab einen namens Yan Hui, der war der Lernbegierigste; er übertrug seinen Zorn nicht auf andere und wiederholte nicht denselben Fehler. Unglücklicherweise starb er jung; jetzt gibt es keinen solchen Menschen mehr.“
Min Sun, Stilname Ziqian. Er war fünfzehn Jahre jünger als Konfuzius.
Konfuzius sagte: „Fromm ist Min Ziqian! Die Leute haben keine Einwände gegen die Worte seiner Eltern und Brüder.“ Er bekleidete kein Amt als hoher Beamter und aß nicht den Sold eines Tyrannen. „Wenn noch jemand zu mir kommt, werde ich sicher zum Norden des Wen-Flusses fliehen.“
Ran Geng, Stilname Boniu. Konfuzius hielt ihn für tugendhaft.
Boniu erkrankte an einer bösen Krankheit. Konfuzius besuchte ihn, ergriff durch das Fenster seine Hand und sagte: „Das ist Schicksal! Ein solcher Mensch bekommt eine solche Krankheit – das ist Schicksal!“
Ran Yong, Stilname Zhonggong.
Zhonggong fragte, wie man Staatsgeschäfte führe. Konfuzius sagte: „Geh aus der Tür, als ob du einen hohen Gast empfingst; setze das Volk ein, als ob du eine große Opferhandlung ausrichtest. Errege im Fürstenstaat keinen Groll und im Haus des hohen Beamten keinen Groll.“
Konfuzius hielt Zhonggong für tugendhaft und sagte: „Ran Yong kann man nach Süden gewandt hinsetzen und zum Herrscher eines Staates machen.“
Zhonggongs Vater war ein Mensch von niedrigem Stand. Konfuzius sagte: „Das Kalb einer Arbeitskuh, mit rotem Fell und geraden Hörnern – selbst wenn man es nicht als Opfertier verwenden wollte, würden die Götter der Berge und Flüsse es etwa verschmähen?“
Ran Qiu, Stilname Ziyou, war neunundzwanzig Jahre jünger als Konfuzius. Er diente als Hausbeamter der Familie Ji.
Ji Kangzi fragte Konfuzius: „Hat Ran Qiu Menschlichkeit?“ Konfuzius sagte: „In einer Stadt mit tausend Haushalten oder einem Haus mit hundert Streitwagen kann Ran Qiu die Steuern verwalten. Ob er Menschlichkeit hat, weiß ich nicht.“ Er fragte weiter: „Hat Zilu Menschlichkeit?“ Konfuzius antwortete: „Genauso wie Ran Qiu.“
Ran Qiu fragte: „Soll man, wenn man etwas Vernünftiges hört, es sogleich tun?“ Konfuzius sagte: „Tu es.“ Zilu fragte: „Soll man, wenn man etwas Vernünftiges hört, es sogleich tun?“ Konfuzius sagte: „Vater und älterer Bruder sind da; wie kann man es sogleich tun, wenn man es hört?“ Zihua fand das seltsam und sagte: „Darf ich fragen: Bei derselben Frage verschiedene Antworten?“ Konfuzius sagte: „Ran Qiu ist zurückhaltend, darum ermutige ich ihn; Zhong You ist übereifrig und übertrifft andere, darum halte ich ihn zurück.“
Zhong You, Stilname Zilu, stammte aus der Gegend von Bian. Er war neun Jahre jünger als Konfuzius.
Zilu war von Natur grob, liebte Tapferkeit und Stärke, sein Wille war aufrecht. Er trug eine Kappe in Form eines Hahns und schmückte sich mit Eberfiguren. Einst beleidigte und überfiel er Konfuzius. Konfuzius leitete ihn allmählich mit Sitte und Anstand an; später zog Zilu die Gelehrtenkleidung an, brachte Geschenke dar und bat durch Konfuzius‘ Schüler um Aufnahme als Jünger.
Zilu fragte, wie man Staatsgeschäfte führe. Konfuzius sagte: „Geh selbst mit gutem Beispiel voran und lasse dann das Volk fleißig arbeiten.“ Zilu bat um mehr Erklärung. Konfuzius sagte: „Lass nicht nach.“
Zilu fragte: „Schätzt der Edle die Tapferkeit?“ Konfuzius sagte: „Die Gerechtigkeit ist das Wichtigste. Wenn der Edle tapfer, aber ohne Gerechtigkeit ist, so wird er rebellieren; wenn der Gemeine tapfer, aber ohne Gerechtigkeit ist, so wird er zum Räuber.“
Wenn Zilu einen Grundsatz hörte und ihn noch nicht ausführen konnte, fürchtete er sich, einen weiteren zu hören.
Konfuzius sagte: „Aufgrund einer einseitigen Aussage einen Fall entscheiden zu können – das vermag nur Zhong You!“ „Zhong You übertrifft mich an Tapferkeit, aber er hat nichts Brauchbares.“ „Jemand wie Zhong You wird wahrscheinlich keines natürlichen Todes sterben.“ „In einem zerlumpten Seidenwattemantel neben einem in Fuchs- oder Marderpelz Gekleideten zu stehen und sich nicht zu schämen – das vermag nur Zhong You!“ „Zhong Yous Wissen hat die Halle erreicht, aber noch nicht das Innere des Hauses.“
Ji Kangzi fragte: „Hat Zhong You Menschlichkeit?“ Konfuzius sagte: „In einem großen Staat mit tausend Streitwagen kann man ihm die Steuern anvertrauen, aber ob er Menschlichkeit hat, weiß ich nicht.“
Zilu folgte Konfuzius gern auf Reisen und traf einst auf Changju, Jieni und den Alten mit der Hacke.
Zilu diente als Hausbeamter der Familie Ji. Ji Sun fragte ihn: „Kann Zilu als ein großer Minister gelten?“ Konfuzius sagte: „Er kann als ein tüchtiger Beamter gelten.“
Zilu wurde Verwalter von Pu und verabschiedete sich von Konfuzius. Konfuzius sagte: „In Pu gibt es viele kräftige Männer, und es ist schwer zu regieren. Aber ich sage dir: Sei ehrerbietig und vorsichtig, dann kannst du die Tapferen lenken; sei großzügig und aufrecht, dann kannst du die Menge gewinnen; sei ehrerbietig, aufrecht und ruhig, dann kannst du deinem Vorgesetzten gerecht werden.“
Einst hatte Herzog Ling von Wei eine geliebte Nebenfrau namens Nanzi. Des Herzogs Thronfolger Kuaikui machte sich Nanzi zum Feind, fürchtete getötet zu werden und floh. Als Herzog Ling starb, wollte die Gemahlin den Prinzen Ying als Herrscher einsetzen. Ying lehnte ab und sagte: „Der Sohn des geflohenen Thronfolgers, Zhe, ist hier.“ Daraufhin setzte Wei Zhe als Herrscher ein – das war Herzog Chu. Herzog Chu regierte zwölf Jahre, während sein Vater Kuaikui im Ausland weilte und nicht nach Wei zurückkehren konnte. Zilu diente als Verwalter des Lehens des Wei-Staatsbeamten Kong Kui. Kuaikui verbündete sich mit Kong Kui, um einen Aufstand zu inszenieren; sie schmiedeten einen Plan, in Kong Kuis Haus einzudringen, und griffen dann mit ihren Anhängern Herzog Chu an. Herzog Chu floh nach Lu, Kuaikui zog in Wei ein und bestieg den Thron – das war Herzog Zhuang. Als Kong Kui den Aufstand begann, war Zilu außerhalb; als er die Nachricht hörte, eilte er herbei. Er traf Zigao, der aus dem Stadttor von Wei kam. Zigao sagte zu Zilu: „Herzog Chu ist bereits fort, und das Stadttor ist geschlossen; du kannst zurückkehren und nicht unnötig Leid auf dich nehmen.“ Zilu sagte: „Ich esse den Sold des Herrn, also kann ich seiner Not nicht entfliehen.“ Zigao ging schließlich fort. Als ein Bote die Stadt betrat und das Tor geöffnet wurde, folgte Zilu hinein. Er ging zu Kuaikui; Kuaikui und Kong Kui waren auf eine hohe Plattform gestiegen. Zilu sagte: „Was braucht der Herrscher Kong Kui? Erlaubt mir, ihn zu ergreifen und zu töten.“ Kuaikui hörte nicht auf ihn. Daraufhin wollte Zilu die Plattform in Brand setzen. Kuaikui fürchtete sich und befahl Shi Qi und Hu Yan, Zilu anzugreifen; sie zerbrachen Zilus Hutband. Zilu sagte: „Der Edle stirbt, aber der Hut darf nicht abgenommen werden.“ Also band er das Hutband fest und starb.
Als Konfuzius vom Aufstand in Wei hörte, sagte er: „Ach, Zhong You wird sterben!“ Bald darauf starb er tatsächlich. Darum sagte Konfuzius: „Seit ich Zhong You gewann, hörte ich keine bösen Worte mehr.“ Zu dieser Zeit war Zigong gerade für Lu nach Qi als Gesandter unterwegs.
Zai Yu, mit dem Höflichkeitsnamen Zi Wo. Er war redegewandt und beherrschte die Worte. Nachdem er in die Lehre gegangen war, fragte er: „Ist die dreijährige Trauerzeit nicht zu lang? Wenn ein Edler drei Jahre lang keine Riten ausübt, müssen die Riten verfallen; wenn er drei Jahre lang keine Musik spielt, muss die Musik zugrunde gehen. Wenn das alte Korn aufgezehrt ist und das neue Korn auf den Plan tritt, und das Holz für den Feuerbohrer bereits einmal gewechselt wurde, genügt ein Jahr.“ Konfuzius sagte: „Kannst du das mit ruhigem Herzen tun?“ Zai Yu antwortete: „Ja, mit ruhigem Herzen.“ Konfuzius sagte: „Wenn dein Herz dabei ruhig ist, dann tu es. Ein Edler isst während der Trauerzeit nicht süß, auch wenn er Köstlichkeiten genießt, und hört keine Freude an Musik, selbst wenn sie ihm geboten wird. Deshalb tut er es nicht.“ Als Zai Wo hinausgegangen war, sagte Konfuzius: „Zai Yu ist nicht menschlich! Ein Kind verlässt erst nach drei Jahren den Schoß seiner Eltern. Die dreijährige Trauerzeit ist die allgemein gültige Sitte unter dem Himmel.“
Zai Yu schlief am helllichten Tag. Konfuzius sagte: „Verfaultes Holz kann man nicht schnitzen, und eine Wand aus Mist und Erde kann man nicht verputzen.“
Zai Wo fragte nach den Tugenden der Fünf Kaiser. Konfuzius sagte: „Zai Yu ist nicht der Mann, um über diese Dinge zu sprechen.“
Zai Wo diente als Großverwalter von Linzi, beteiligte sich zusammen mit Tian Chang an einem Aufstand und wurde deshalb mitsamt seiner Sippe ausgerottet. Konfuzius betrachtete dies als eine Schande.
Duanmu Ci, ein Mann aus dem Staat Wei, mit dem Höflichkeitsnamen Zi Gong. Er war einunddreißig Jahre jünger als Konfuzius.
Zi Gong war redegewandt und geschickt im Wort. Konfuzius setzte oft seine Redekunst herab. Konfuzius fragte: „Wer ist besser, du oder Yan Hui?“ Zi Gong antwortete: „Wie wage ich es, mich mit Yan Hui zu vergleichen! Yan Hui hört ein Prinzip und kann daraus zehn ableiten; ich höre ein Prinzip und kann daraus nur zwei ableiten.“
Nachdem Zi Gong in die Lehre gegangen war, fragte er: „Was für ein Mensch bin ich?“ Konfuzius sagte: „Du bist ein Gefäß.“ Zi Gong sagte: „Was für ein Gefäß?“ Konfuzius sagte: „Ein Hu Lian, das im Ahnentempel zur Aufbewahrung von Getreide dient.“
Chen Ziqin fragte Zi Gong: „Woher hat Zhongni sein Wissen?“ Zi Gong sagte: „Der Weg des Königs Wen und des Königs Wu ist nicht zu Boden gefallen, sondern er ist noch unter den Menschen. Die Weisen erkennen seine Grundlagen, die Unweisen erkennen nur seine Nebensächlichkeiten. Es gibt keinen Ort, wo der Weg des Königs Wen und des Königs Wu nicht vorhanden wäre. Wo hätte unser Meister nicht lernen können? Und warum hätte er unbedingt einen festen Lehrer haben müssen?“ Chen Ziqin fragte weiter: „Jedes Mal, wenn Konfuzius in einen Staat kam, erfuhr er unweigerlich dessen politische Angelegenheiten. Hat er selbst danach gefragt, oder wurde es ihm von anderen mitgeteilt?“ Zi Gong sagte: „Unser Meister erlangte es durch Sanftmut, Güte, Ehrfurcht, Genügsamkeit und Bescheidenheit. Die Art und Weise, wie der Meister es suchte, war wohl anders als die Art anderer Leute, es zu suchen.“
Zi Gong fragte: „Reich zu sein, ohne hochmütig zu sein, und arm zu sein, ohne zu schmeicheln – wie ist das?“ Konfuzius sagte: „Es ist annehmbar, aber nicht so gut wie in Armut am Weg Freude zu haben und im Reichtum die Riten zu lieben.“
Tian Chang beabsichtigte, im Staat Qi einen Aufstand anzuzetteln, fürchtete aber die vier Familien Gao, Guo, Bao und Yan. Deshalb setzte er deren Truppen in Bewegung, um den Staat Lu anzugreifen. Konfuzius hörte davon und sagte zu seinen Schülern: „Lu ist der Ort, wo die Gräber unserer Vorfahren liegen, es ist das Land unserer Eltern. Ist der Staat in einer solchen Gefahr, warum geht keiner von euch hinaus?“ Zi Lu bat, gehen zu dürfen, aber Konfuzius hielt ihn zurück. Zi Zhang und Zi Shi baten um Erlaubnis zu gehen, aber Konfuzius lehnte ab. Zi Gong bat um Erlaubnis zu gehen, und Konfuzius willigte ein.
Daraufhin brach Zi Gong auf, erreichte Qi und redete auf Tian Chang ein: „Euer Angriff auf Lu ist ein Fehler. Lu ist ein schwer anzugreifender Staat. Seine Stadtmauern sind dünn und niedrig, sein Land ist eng und karg. Sein Herrscher ist töricht und nicht tugendhaft, seine Minister sind trügerisch und unfähig. Seine Adligen und das Volk verabscheuen Kriegsangelegenheiten. Mit ihm kann man nicht kämpfen. Ihr solltet lieber den Staat Wu angreifen. Wu hat hohe und dicke Mauern, weites und tiefes Land, feste und neue Rüstungen, auserlesene und zahlreiche Krieger. Kostbare Waffen und die besten Truppen sind dort versammelt, und es wird von weisen Großverwaltern verteidigt. Das ist ein leicht angreifbarer Staat.“ Tian Chang wurde zornig und verfärbte sich: „Was Ihr für schwierig haltet, halten andere für leicht; was Ihr für leicht haltet, halten andere für schwierig. Was meint Ihr damit, mich mit solchen Worten zu belehren?“ Zi Gong sagte: „Ich habe gehört, dass man, wenn die Sorge im Inneren liegt, den starken Feind angreifen soll; wenn die Sorge von außen kommt, den schwachen Feind. Heute liegt Eure Sorge im Inneren. Ich habe gehört, dass Ihr dreimal belohnt wurdet, aber dreimal nicht zum Erfolg kamt, weil es unter den Ministern Ungehorsame gibt. Wenn Ihr nun Lu besiegt, um Qi zu vergrößern, den Feind besiegt, um den Herrscher stolz zu machen, und einen anderen Staat erobert, um die Minister zu erhöhen, so wird Euer Verdienst nicht darin enthalten sein. Dann wird Eure Beziehung zum Herrscher täglich entfremdet. Auf diese Weise macht Ihr den Herrscher oben stolz und die Minister unten übermütig. Wenn Ihr so Großes erreichen wollt, wird es sehr schwierig. Wenn der Herrscher stolz ist, wird er zügellos; wenn die Minister stolz sind, werden sie streiten. Dann habt Ihr oben einen Riss mit dem Herrscher und unten Streit mit den Ministern. Auf diese Weise wird Eure Stellung in Qi gefährdet. Deshalb sage ich, dass es besser ist, Wu anzugreifen. Wenn der Angriff auf Wu nicht erfolgreich ist, sterben die Bürger im Feld, und die Minister werden im Inneren geschwächt. Dann habt Ihr oben keinen starken Minister, der Euch feindlich gegenübersteht, und unten keine Beschwerden des Volkes. Wenn Ihr den Herrscher isoliert und Qi kontrolliert, dann bleibt nur Ihr allein übrig.“ Tian Chang sagte: „Gut. Dennoch sind meine Truppen bereits nach Lu marschiert. Wenn ich sie von Lu abziehe und gegen Wu schicke, werden die Minister Verdacht schöpfen. Was soll ich tun?“ Zi Gong sagte: „Haltet Eure Truppen zurück und greift nicht an. Ich bitte Euch, zum König von Wu zu gehen und ihn zu überreden, Lu zu helfen und Qi anzugreifen. Ihr könnt dann mit Euren Truppen auf ihn treffen.“ Tian Chang stimmte zu und schickte Zi Gong südwärts, um den König von Wu zu sehen.
Zi Gong redete auf den König von Wu ein: „Ich habe gehört, dass ein wahrer König die Nachfolge der Fürsten nicht auslöscht und ein Hegemon keinen mächtigen Feind hat. Wenn man tausend Zentner Gewicht um eine Winzigkeit verschiebt, bewegt es sich. Jetzt will Qi, das zehntausend Kriegswagen besitzt, Lu schlucken, das nur tausend hat, um mit Wu um die Vorherrschaft zu streiten. Ich persönlich sehe darin eine Gefahr für Eure Majestät. Außerdem, Lu zu retten, bringt Ruhm; Qi anzugreifen, bringt großen Gewinn. Wenn Ihr damit die Fürsten am Si-Fluss besänftigt, den tyrannischen Qi bestraft und das mächtige Jin unterwerft, gibt es keinen größeren Vorteil. Dem Namen nach rettet Ihr Lu, das unterzugehen droht, in Wirklichkeit bedrängt Ihr das mächtige Qi. Ein weiser Mann zögert nicht.“ Der König von Wu sagte: „Gut. Dennoch habe ich einst mit Yue gekämpft und den König von Yue auf den Berg Guiji getrieben. Der König von Yue quält sich selbst, nährt seine Krieger und hat den Gedanken, sich an mir zu rächen. Wartet, bis ich zuerst Yue angreife, dann will ich auf Eure Worte hören.“ Zi Gong sagte: „Die Stärke von Yue übertrifft nicht die von Lu, und die Stärke von Wu übertrifft nicht die von Qi. Wenn Eure Majestät Qi beiseite lässt und Yue angreift, dann wird Qi Lu bereits befriedet haben. Außerdem beruft sich Eure Majestät auf den Ruf, untergehende Staaten zu retten und ausgelöschte Geschlechter fortzuführen. Wenn Ihr aber das kleine Yue angreift und das mächtige Qi fürchtet, ist das nicht tapfer. Der Tapfere scheut keine Gefahr, der Tugendhafte treibt andere nicht in die Enge, der Weise verpasst keine Gelegenheit, und der wahre König löscht die Nachfolge der Fürsten nicht aus, um so seine Rechtschaffenheit zu begründen. Wenn Ihr jetzt Yue schont, zeigt Ihr den Fürsten Tugend; wenn Ihr Lu rettet und Qi angreift, erstreckt sich Eure Macht bis Jin. Die Fürsten werden nacheinander kommen, um Wu zu huldigen, und die Hegemonie ist errungen. Wenn Eure Majestät unbedingt Bedenken wegen Yue hat, bitte ich, nach Osten zu gehen und den König von Yue zu treffen, damit er seine Truppen mit Euch ziehen lässt. In Wirklichkeit leert das Yue, dem Namen nach folgen die Fürsten Eurem Feldzug.“ Der König von Wu war hocherfreut und schickte daraufhin Zi Gong nach Yue.
Der König von Yue ließ die Straßen säubern, kam ihm bis zur Vorstadt entgegen, fuhr ihn eigenhändig zur Herberge und fragte dann Zigong: „Dies ist ein barbarisches Land. Warum, Herr, macht Ihr die Mühe, hierherzukommen und Euch so zu bemühen?“ Zigong sprach: „Neulich habe ich den König von Wu überredet, Lu zu retten und Qi anzugreifen. In seinem Herzen will er dies tun, doch fürchtet er Yue und sagte: ‚Wartet, bis ich Yue angegriffen habe, dann erst kann es geschehen.‘ So gesehen, ist es unvermeidlich, dass Yue zerschlagen wird. Zudem: Keine Rachegedanken zu hegen, aber Verdacht zu erregen, ist dumm; Rachegedanken zu hegen, aber sie bekannt werden zu lassen, ist gefährlich; dass eine Sache noch nicht begonnen wurde, aber schon gehört wird, ist Unheil. Diese drei Punkte sind die großen Übel bei der Vollendung einer Sache.“ Goujian verbeugte sich zweimal, indem er mit dem Kopf den Boden berührte, und sprach: „Ich habe einst meine Kräfte vermessen und kämpfte gegen Wu, wurde in Kuai-ji eingeschlossen, der Hass sitzt mir bis ins Mark, Tag und Nacht sind meine Lippen trocken und meine Zunge dürr, ich wünsche nur, mit dem König von Wu gemeinsam zu sterben – das ist mein Begehren.“ Darauf fragte er Zigong, was zu tun sei. Zigong sprach: „Der König von Wu ist von grausamem und jähzornigem Wesen, seine Untertanen können es schwer ertragen; das Land ist durch viele Kriege erschöpft, die Soldaten können es schwer ertragen; das Volk hasst seinen Herrscher, unter den Großen gibt es innere Unruhen; Wu Zixu starb durch Ermahnung, Taibo Pi hat die Macht, er folgt den Fehlern des Herrschers, um seinen eigenen Vorteil zu festigen: Das ist eine Weise, das Land zu verderben. Wenn Ihr, o König, jetzt tatsächlich Soldaten entsendet, um ihm zu helfen und seinen Willen zu erfüllen, ihn mit kostbaren Schätzen erfreut, mit demütigen Worten seine Etikette ehrt, dann wird er gewiss Qi angreifen. Wenn er im Kampf keinen Sieg erringt, so ist das Euer Glück, o König. Erringt er den Sieg, wird er sicher mit seinem Heer gegen Jin ziehen. Ich bitte, nordwärts zu gehen und den Herrscher von Jin zu sehen, damit er gemeinsam mit Euch Wu angreift; Wu zu schwächen ist dann unvermeidlich. Seine Elitetruppen werden bei Qi aufgerieben, seine schweren Einheiten bei Jin in die Enge getrieben, und Ihr, o König, nutzt seine Erschöpfung, um ihn zu bezwingen – so ist es unvermeidlich, Wu zu vernichten.“ Der König von Yue war hocherfreut und willigte ein. Er schenkte Zigong hundert Yi Gold, ein Schwert und zwei gute Lanzen. Zigong nahm sie nicht an und reiste ab.
Zigong berichtete dem König von Wu: „Ich habe ehrfurchtsvoll die Worte des Königs dem König von Yue mitgeteilt. Der König von Yue ist sehr erschrocken und sprach: ‚Ich Unglücklicher habe in jungen Jahren meine Vorfahren verloren, habe innerlich meine Kräfte nicht richtig eingeschätzt, habe gegen Wu gefrevelt, mein Heer wurde besiegt, ich selbst gedemütigt, ich fand Zuflucht in Kuai-ji, mein Land wurde zur Wüste und Trümmerstätte. Dank der Gnade des Königs konnte ich die Opfergeräte ergreifen und die Opfer wieder ausüben; bis zum Tod werde ich das nicht vergessen. Wie könnte ich da noch Pläne schmieden!‘“ Nach fünf Tagen schickte Yue den Großen Wen Zhong, der sich vor dem König von Wu verbeugte und sprach: „Der Diener des östlichen Meeres, der Gesandte des einsamen Goujian, der Untertan Wen Zhong, erkühnt sich, durch die untergeordneten Beamten dem König seine Aufwartung zu machen. Nun habe ich gehört, dass der König eine große gerechte Sache beginnen, die Gewalttätigen bestrafen, die Schwachen retten, das grausame Qi in die Enge treiben und das Haus Zhou beruhigen will. Ich bitte, alle Soldaten des Landes, dreitausend Mann, aufzubieten; ich bitte, selbst die Rüstung anzulegen und die Waffen zu ergreifen, um als Erster die Pfeile und Steine zu empfangen. Darum sende ich den niedrigen Untertanen Wen Zhong, um die von den Vorfahren gesammelten Geräte zu überreichen: zwanzig Panzer, dazu die Lanze Qulu und das Schwert Buguang, um die Offiziere zu beschenken.“ Der König von Wu war hocherfreut und teilte dies Zigong mit: „Der König von Yue wünscht, mir persönlich beim Angriff auf Qi zu folgen. Ist das angängig?“ Zigong sprach: „Nein. Das Land eines anderen zu entleeren, alle seine Leute aufzubieten und dann auch noch seinen Herrscher folgen zu lassen, das ist nicht rechtens. Ihr nehmt seine Geschenke an, willigt in seine Truppen ein, aber lehnt seinen Herrscher ab.“ Der König von Wu willigte ein und lehnte daraufhin den König von Yue ab. Daraufhin bot der König von Wu die Truppen von neun Bezirken auf und griff Qi an.
Zigong verließ daraufhin Wu und reiste nach Jin. Er sprach zum Herrscher von Jin: „Ich habe gehört: Wenn Pläne nicht vorher festgelegt werden, kann man plötzliche Ereignisse nicht bewältigen; wenn die Truppen nicht vorher in Ordnung gebracht werden, kann man den Feind nicht besiegen. Nun werden Qi und Wu den Krieg beginnen. Wenn Wu im Kampf keinen Sieg erringt, wird Yue sicher aufbegehren; wenn es aber Qi besiegt, wird es sicher mit seinem Heer gegen Jin ziehen.“ Der Herrscher von Jin war sehr erschrocken und sprach: „Was ist dagegen zu tun?“ Zigong sprach: „Rüstet die Waffen, lasst die Soldaten sich erholen, um sie zu erwarten.“ Der Herrscher von Jin willigte ein.
Zigong verließ Jin und kehrte nach Lu zurück. Der König von Wu kämpfte tatsächlich mit den Leuten von Qi bei Ailing, besiegte das Heer von Qi vernichtend, erbeutete die Truppen von sieben Feldherren, zog sich aber nicht zurück, sondern führte sein Heer tatsächlich gegen Jin und traf bei Huangchi auf die Leute von Jin. Wu und Jin stritten um die Vorherrschaft. Die Leute von Jin griffen Wu an und besiegten das Heer von Wu vernichtend. Als der König von Yue dies hörte, überquerte er den Jangtse, griff Wu an und lagerte sieben Li von der Hauptstadt Wu entfernt. Als der König von Wu dies hörte, verließ er Jin und kehrte mit dem Heer zurück; er kämpfte mit den Leuten von Yue bei den Fünf Seen. Drei Kämpfe hintereinander waren erfolglos, die Stadttore konnten nicht gehalten werden, Yue umzingelte daraufhin den Königspalast, tötete Fuchai und metzelte seinen Kanzler nieder. Drei Jahre nach der Zerschlagung von Wu erlangte Yue die Vorherrschaft im Osten.
So bewahrte Zigong durch eine einzige Gesandtschaft Lu, brachte Qi in Unordnung, zerschlug Wu, stärkte Jin und ließ Yue zur Vorherrschaft gelangen. Durch eine einzige Gesandtschaft Zigongs wurden die Verhältnisse der Staaten gegenseitig durcheinandergebracht, und innerhalb von zehn Jahren veränderten sich fünf Staaten je auf ihre Weise.
Zigong verstand sich darauf, Waren zu horten, billig zu kaufen und teuer zu verkaufen, und mit der Zeit die Güter und Schätze umzuschlagen. Er liebte es, die guten Seiten anderer zu preisen, konnte aber ihre Fehler nicht verheimlichen. Er war einmal Kanzler von Lu und von Wei, häufte tausend Yi Gold an und starb schließlich in Qi.
Yan Yan, ein Mann aus Wu, mit dem Beinamen Ziyou. Er war fünfundvierzig Jahre jünger als Konfuzius.
Nach Abschluss seiner Studien wurde Ziyou Befehlshaber von Wucheng. Konfuzius kam vorbei und hörte den Klang von Zither und Gesang. Konfuzius lächelte und sprach: „Ein Huhn zu schlachten – wozu braucht man das Messer zum Schlachten eines Rindes?“ Ziyou sprach: „Einst hörte ich den Meister sagen: ‚Wenn die Oberen die Lehre lernen, so lieben sie die Menschen; wenn die Unteren die Lehre lernen, so sind sie leicht zu lenken.‘“ Konfuzius sprach: „Ihr Schüler, die Worte von Yan Yan sind richtig. Was ich eben sagte, war nur ein Scherz.“ Konfuzius hielt Ziyou für einen Meister der Literatur.
Bu Shang, mit dem Beinamen Zixia. Er war vierundvierzig Jahre jünger als Konfuzius.
Zixia fragte: „‚Das Lächeln reizvoll, die schönen Augen beredt, das Weiße als Grundlage für die Bunterheit‘ – was bedeutet das?“ Konfuzius sprach: „Zuerst eine weiße Grundlage haben, dann darauf malen.“ Zixia sprach: „Dann kommt die Sitte also danach?“ Konfuzius sprach: „Bu Shang, jetzt kann ich mit dir über das Buch der Lieder sprechen.“
Zigong fragte: „Shi (Zhuan Sun Shi) und Shang (Bu Shang) – wer ist tugendhafter?“ Konfuzius sprach: „Shi hat des Guten zuviel, Shang hat des Guten zuwenig.“ Zigong sprach: „Dann ist Shi also besser?“ Konfuzius sprach: „Zuviel und zuwenig sind gleich schlecht.“
Konfuzius sprach zu Zixia: „Du sollst ein Gelehrter vom Schlage des Edlen sein, nicht ein Gelehrter vom Schlage des Gemeinen.“
Nach Konfuzius’ Tod lehrte Zixia in Xihe und wurde Lehrer des Fürsten Wen von Wei. Als sein Sohn starb, weinte er sich die Augen blind.
Zhuan Sun Shi, ein Mann aus Chen, mit dem Beinamen Zizhang. Er war achtundvierzig Jahre jünger als Konfuzius.
Zizhang fragte nach der Methode, Amt und Einkommen zu erlangen. Konfuzius sprach: „Höre viel, behalte das Zweifelhafte zurück, und sprich das Übrige, worin du sicher bist, vorsichtig aus, so wirst du wenig Fehler machen; sieh viel, behalte das Gefährliche zurück, und tue das Übrige, worin du sicher bist, vorsichtig, so wirst du wenig Reue haben. Wenig Fehler in der Rede, wenig Reue im Handeln – darin liegt das Amt und Einkommen.“
Eines späteren Tages folgte Zizhang dem Konfuzius zwischen Chen und Cai und war bedrängt. Er fragte, wie man überall durchkomme. Konfuzius sprach: „Rede treu und zuverlässig, handle ehrfürchtig und ehrerbietig – selbst in den Ländern der Barbaren und Stämme wirst du durchkommen. Rede nicht treu und zuverlässig, handle nicht ehrfürchtig und ehrerbietig – selbst in deiner Heimat, wirst du durchkommen? Wenn du stehst, so sieh diese Worte vor dir aufgerichtet; wenn du im Wagen sitzt, so sieh sie an den Querstangen gelehnt; dann erst wirst du durchkommen.“ Zizhang schrieb diese Worte auf seinen Gürtel.
Zǐzhāng fragte: „Wie muss ein Gelehrter beschaffen sein, um als ‚durchdringend‘ zu gelten?“ Meister Kǒng sagte: „Was verstehst du unter ‚durchdringend‘?“ Zǐzhāng antwortete: „Er muss in einem Fürstenstaat unbedingt einen Namen haben, und im Lehen eines Großwürdenträgers muss er ebenfalls einen Namen haben.“ Meister Kǒng sagte: „Das ist Ruhm, nicht Durchdringung. Was man Durchdringung nennt, ist: von Wesen aufrecht sein und die Rechtschaffenheit lieben, auf Worte und Mienen achten und stets darauf bedacht sein, anderen nachzugeben – so ist man in Fürstenstaaten und in Großwürdenträger-Lehen gewiss durchdringend. Was man Ruhm nennt, ist: äußerlich den Anschein der Menschlichkeit erwecken, im Handeln aber von ihr abweichen, sich selbst ohne Zweifel für einen Menschenfreund halten – so hat man in Fürstenstaaten und in Großwürdenträger-Lehen gewiss einen Namen.“
Zēng Shēn, aus Nánwǔchéng, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐyú. Er war sechsundvierzig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Meister Kǒng war der Ansicht, dass er die kindliche Pietät durchdringen könne, daher unterwies er ihn in diesem Fach. Er verfasste das Buch der kindlichen Pietät. Er starb im Staat Lǔ.
Dàntái Mièmíng, aus Wǔchéng, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐyǔ. Er war neununddreißig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Dàntái Mièmíng, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐyǔ, war neununddreißig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Sein Äußeres war äußerst hässlich. Er wünschte, Meister Kǒng zum Lehrer zu haben; Meister Kǒng hielt ihn für oberflächlich begabt. Doch nachdem er die Belehrung angenommen hatte, kehrte er zurück und bemühte sich eifrig um die Vervollkommnung seines Wandels: Er ging keine Abkürzungen, und ohne dienstliche Angelegenheiten suchte er niemals die Großwürdenträger auf.
Er reiste südwärts bis zum Großen Strom; die Schüler, die ihm folgten, zählten dreihundert. Er legte Grundsätze für Nehmen und Geben, für Gehen und Bleiben fest, und sein Ruf verbreitete sich unter den Fürsten. Als Meister Kǒng davon hörte, sprach er: „Nach den Worten beurteilte ich die Menschen – bei Zǎiyǔ habe ich mich getäuscht. Nach dem Äußeren beurteilte ich die Menschen – bei Zǐyǔ habe ich mich getäuscht.“
Fú Bùqí, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐjiàn, war dreißig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Meister Kǒng sagte: „Zǐjiàn ist wahrhaft ein Edler! Wenn Lǔ keine Edlen hätte, woher hätte er diese Tugend erlangt?“
Zǐjiàn war Kreishauptmann von Shànfù. Als er zurückkam und Meister Kǒng Bericht erstattete, sagte er: „An diesem Ort gibt es fünf Männer, die weiser sind als ich; sie lehrten mich die Methode der Verwaltung.“ Meister Kǒng sagte: „Schade! Dass Bùqí einen so kleinen Ort verwaltet! Verwaltete er einen größeren, so käme er beinahe zum Erfolg.“
Yuán Xiàn, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐsī.
Zǐsī fragte, was Schande sei. Meister Kǒng sagte: „Wenn der Staat wohlgeordnet ist, darf man Gehalt beziehen. Wenn der Staat finster ist und man ebenfalls Gehalt bezieht, das ist Schande.“
Zǐsī sagte: „Wenn die Gedanken an Überlegenheit, Prahlerei, Groll und Begehrlichkeit sich nicht regen, kann man das als Menschlichkeit gelten lassen?“ Meister Kǒng sagte: „Das kann man als äußerst schwer erreichbar bezeichnen; ob es Menschlichkeit ist, das weiß ich nicht.“
Nach dem Tod Meister Kǒngs zog sich Yuán Xiàn in die Einöde zurück. Zǐgòng war Kanzler des Staates Wèi; seine Wagen und Pferde waren zahlreich. Er bahnte sich einen Weg durch Gestrüpp und Gebüsch in eine abgelegene Gasse, um Yuán Xiàn zu besuchen. Yuán Xiàn richtete seine zerschlissene Kleidung und Mütze und empfing Zǐgòng. Zǐgòng fand dies beschämend und sprach: „Meister, seid Ihr wirklich so in Not geraten?“ Yuán Xiàn sagte: „Ich habe gehört: Kein Vermögen haben heißt arm sein; das Gelernte nicht in die Tat umsetzen können heißt in Not sein. Einer wie ich ist arm, nicht in Not.“ Zǐgòng schämte sich, ging unzufrieden fort und schämte sich zeit seines Lebens für dieses Wort.
Gōngyě Cháng, ein Mann aus dem Staat Qí, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐzhǎng.
Meister Kǒng sagte: „Cháng ist einer, dem man eine Frau geben kann. Selbst wenn er im Gefängnis saß, war es nicht seine Schuld.“ Daraufhin gab er ihm seine Tochter zur Frau.
Nángōng Kuò, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐróng.
Er fragte Meister Kǒng: „Yì war trefflich im Bogenschießen, Ào war tüchtig im Wasserkampf, und doch starben beide eines unnatürlichen Todes. Yǔ und Hòujì pflügten selbst und erlangten doch die Herrschaft über die Welt – wie ist das?“ Meister Kǒng antwortete nicht. Als Zǐróng hinausgegangen war, sprach Meister Kǒng: „Dieser Mann ist ein Edler! Dieser Mann schätzt die Tugend hoch!“ – „Wenn der Staat wohlgeordnet ist, wird er nicht übergangen; wenn der Staat finster ist, entgeht er Strafe und Tötung.“ Er trug wiederholt den Vers vom Makel am weißen Nephrit vor, und daraufhin gab er ihm die Tochter seines älteren Bruders zur Frau.
Gōngxī Āi, mit dem Höflichkeitsnamen Jìcì.
Meister Kǒng sagte: „Die Welt hat keine Tugend; viele Menschen werden Hausbeamte und amtieren in den Städten; nur Jìcì hat nie ein Amt bekleidet.“
Zēng Diǎn, mit dem Höflichkeitsnamen Xī.
Er war in Meister Kǒngs Gesellschaft. Meister Kǒng sagte: „Sag mir deinen Wunsch.“ Zēng Diǎn sprach: „Wenn die Kleider für den Frühling schon fertig sind, mit fünf oder sechs Erwachsenen und sechs oder sieben Knaben im Yí-Fluss baden, auf der Tänzeplattform die Brise genießen und singend heimkehren.“ Meister Kǒng seufzte tief und sprach: „Ich stimme Diǎns Wunsch zu!“
Yán Wúyáo, mit dem Höflichkeitsnamen Lù. Lù war der Vater Yán Huís. Vater und Sohn waren zu verschiedenen Zeiten nacheinander Schüler Meister Kǒngs gewesen.
Als Yán Huí starb, war Yán Lù arm. Er bat Meister Kǒng, seinen Wagen zu verkaufen, um Yán Huí zu bestatten. Meister Kǒng sagte: „Ob tüchtig oder nicht, es sind doch die eigenen Söhne. Als Kǒng Lǐ starb, hatte er nur den inneren Sarg, nicht den äußeren. Ich habe meinen Wagen nicht verkauft, um zu Fuß zu gehen und ihm den äußeren Sarg zu machen, weil ich einst unter den Großwürdenträgern rangierte und nicht zu Fuß gehen darf.“
Shāng Qú, ein Mann aus dem Staat Lǔ, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐmù, war neunundzwanzig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Meister Kǒng lehrte Shāng Qú das Buch der Wandlungen. Shāng Qú lehrte es dem Mann aus Chǔ, Hóng, mit dem Beinamen Zǐbì; Zǐbì lehrte es dem Mann aus Jiāngdōng, Yōng, mit dem Beinamen Jiāo Zǐcuī; Yōng lehrte es dem Mann aus Yān, Jiān, mit dem Beinamen Zhōu Zǐjiā; Zǐjiā lehrte es dem Mann aus Chúnyú, Yǔ, mit dem Beinamen Guāng Zǐchéng; Guāng Zǐchéng lehrte es dem Mann aus Qí, Hé, mit dem Beinamen Tián Zǐzhuāng; Tián Zǐzhuāng lehrte es dem Mann aus Dōngwǔ, Tóng, mit dem Beinamen Wáng Zǐzhōng; Wáng Zǐzhōng lehrte es dem Mann aus Zīchuān, Hé. Yáng Hé diente zur Zeit Yuánshuò (124–117 v. Chr.) als Mittlerer Hofrat der Hàn-Dynastie, weil er das Buch der Wandlungen studiert hatte.
Gāo Chái, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐgāo, war dreißig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Zǐgāo maß nicht ganz fünf Fuß. Er lernte bei Meister Kǒng, und Meister Kǒng hielt ihn für einfältig.
Zǐlù ließ Zǐgāo Kreishauptmann von Fèi werden. Meister Kǒng sagte: „Das heißt, das Kind eines anderen verderben!“ Zǐlù sagte: „Dort gibt es das Volk, dort gibt es den Acker- und Getreidegott. Warum muss man unbedingt Bücher lesen, um zu lernen?“ Meister Kǒng sagte: „Deshalb verabscheue ich die Wortgewandten.“
Qīdiāo Kāi, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐkāi.
Meister Kǒng forderte Qīdiāo Kāi auf, ein Amt zu übernehmen. Er antwortete: „Ich bin darüber noch nicht im Klaren.“ Meister Kǒng freute sich sehr darüber.
Gōngbó Liáo, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐzhōu.
Zǐzhōu verleumdete Zǐlù vor Jì Sūn. Zǐfú Jǐngbó berichtete dies Meister Kǒng und sagte: „Meister Jì Sūn hat ohnehin schon Zweifel an Zǐlù. Was Gōngbó Liáo betrifft, so vermag ich mit meiner Macht, ihn auf dem Markt oder am Hof auszustellen.“ Meister Kǒng sagte: „Soll der Weg zur Verwirklichung kommen, so ist das Schicksal; soll der Weg verworfen werden, so ist auch das Schicksal. Was vermag Gōngbó Liáo gegen das Schicksal!“
Sīmǎ Gēng, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐniú.
Zǐniú redete viel und war von hitzigem Temperament. Er fragte Meister Kǒng, was Menschlichkeit sei. Meister Kǒng sagte: „Der Menschliche ist schwerfällig im Reden.“ Zǐniú sagte: „Schwerfällig im Reden – das nennt man Menschlichkeit?“ Meister Kǒng sagte: „Ist die Tat schwer, so kann das Reden darüber nicht leicht sein.“
Zǐniú fragte, was ein Edler sei. Meister Kǒng sagte: „Der Edle ist ohne Kummer und ohne Furcht.“ Zǐniú sagte: „Ohne Kummer und ohne Furcht – das nennt man einen Edlen?“ Meister Kǒng sagte: „Wenn man in seinem Innern nichts zu bereuen hat, was gibt es da zu bekümmern, was zu fürchten!“
Fán Xū, mit dem Höflichkeitsnamen Zǐchí, war sechsunddreißig Jahre jünger als Meister Kǒng.
Fán Chí bat um Belehrung über den Ackerbau. Meister Kǒng sagte: „Darin bin ich dem alten Bauern nicht gewachsen.“ Er bat um Belehrung über den Gemüsebau. Meister Kǒng sagte: „Darin bin ich dem alten Gemüsegärtner nicht gewachsen.“ Als Fán Chí hinausgegangen war, sprach Meister Kǒng: „Fán Xū ist wahrlich ein kleiner Mensch! Wenn die Oberen die Sitten lieben, so wagt niemand unter dem Volk, nicht ehrerbietig zu sein; wenn die Oberen die Rechtschaffenheit lieben, so wagt niemand unter dem Volk, nicht zu gehorchen; wenn die Oberen die Aufrichtigkeit lieben, so wagt niemand unter dem Volk, nicht mit ganzer Hingabe zu handeln. Ist dies erreicht, so kommen die Leute von allen Seiten mit Kindern auf dem Rücken herbeigeströmt – was braucht man da selbst den Acker zu bestellen!“
Fán Chí fragte, was Menschlichkeit sei. Meister Kǒng sagte: „Die Menschen lieben.“ Er fragte, was Weisheit sei. Meister Kǒng sagte: „Die Menschen kennen.“
Yǒu Ruò war dreiundvierzig Jahre jünger als Meister Kǒng. Yǒu Ruò sagte: „Die Anwendung der Sitten schätzt die Harmonie als kostbar. Der Weg der früheren Könige, die Staaten zu ordnen, hatte darin sein Bestes. Doch wenn man bei allen Dingen, ob groß oder klein, einfach der Harmonie folgt, so geht es manchmal nicht. Nur die Harmonie um der Harmonie willen zu kennen und sie nicht durch die Sitten zu mäßigen – das ist auch nicht gangbar.“ – „Ein Treueversprechen, das der Rechtschaffenheit nahekommt, dessen Worte kann man immer wieder einlösen. Ehrerbietigkeit, die den Sitten nahekommt, hält Schande fern. Sich auf verwandtschaftliche Beziehungen zu stützen, ohne die Menschen zu verlieren, die einem nahestehen, ist ebenfalls der Achtung wert.“
Nachdem Konfuzius gestorben war, gedachten die Schüler seiner voller Sehnsucht. Da You Ruo dem Konfuzius äußerlich ähnelte, erhoben ihn die Schüler gemeinsam zu ihrem Lehrer und behandelten ihn wie einst Konfuzius. Eines Tages traten die Schüler vor ihn und fragten: „Einst, als der Meister ausging, ließ er die Schüler Regengeräte mitnehmen, und später regnete es tatsächlich. Ein Schüler fragte: ‚Woher wusste der Meister das?‘ Der Meister sagte: ‚Sagt nicht das Buch der Lieder: „Wenn der Mond sich an das Siebengestirn heftet, dann wird es stark regnen.“ Letzte Nacht blieb der Mond doch nicht an der Stelle des Siebengestirns?‘ An einem späteren Tag blieb der Mond am Siebengestirn, aber es regnete dennoch nicht. Shang Qu war alt und hatte noch keinen Sohn; seine Mutter wollte ihm eine Frau nehmen. Konfuzius sandte ihn als Gesandten nach Qi, und Shang Qus Mutter kam, um ihn zurückzuhalten. Konfuzius sagte: ‚Sorge dich nicht, Shang Qu wird nach seinem vierzigsten Jahr fünf Söhne zeugen.‘ Und später geschah es tatsächlich. Darf man fragen, woher der Meister diese Dinge wusste?“ You Ruo schwieg und konnte nicht antworten. Die Schüler erhoben sich und sprachen: „Meister You, tritt beiseite! Dies ist nicht der Platz, der dir zusteht!“
Gongxi Chi, mit dem Höflichkeitsnamen Zihua, war zweiundvierzig Jahre jünger als Konfuzius.
Zihua wurde als Gesandter nach Qi geschickt. Ran You bat für seine Mutter um Hirse. Konfuzius sagte: „Gib ihr einen Fu.“ Ran You bat um eine Erhöhung. Konfuzius sagte: „Gib ihr noch einen Yu.“ Ran You aber gab ihr fünf Bing Hirse. Konfuzius sagte: „Als Chi nach Qi ging, fuhr er in einem von fetten Pferden gezogenen Wagen und trug einen leichten, warmen Pelzmantel. Ich habe gehört: Der Edle hilft denen in drängender Not, aber nicht denen, die im Überfluss leben.“
Wuma Shi, mit dem Höflichkeitsnamen Zigi, war dreißig Jahre jünger als Konfuzius.
Der Vorsteher des Strafvollzugs von Chen fragte Konfuzius: „Kannte der Herzog Zhao von Lu die Riten?“ Konfuzius sagte: „Er kannte die Riten.“ Nachdem Konfuzius hinausgegangen war, verneigte sich der Vorsteher des Strafvollzugs von Chen vor Wuma Qi und sagte: „Ich habe gehört, der Edle begünstigt keine Partei. Begünstigt der Edle etwa doch eine Partei? Der Herrscher von Lu nahm eine Frau aus dem Staate Wu zur Gemahlin und nannte sie Mengzi. Mengzi trug den Familiennamen Ji; um die Gleichnamigkeit zu vermeiden, nannte man sie Mengzi. Wenn der Herrscher von Lu die Riten kannte, wer kennt sie dann nicht?“ Wuma Shi berichtete dies dem Konfuzius. Konfuzius sagte: „Ich, Qiu, bin glücklich! Wenn ich einen Fehler mache, erfahren die Menschen es bestimmt. Der Diener darf die Fehler seines Herrn und der Sohn die Fehler seines Vaters nicht aussprechen; sie zu verheimlichen, das ist die Forderung der Riten.“
Liang Zhan, mit dem Höflichkeitsnamen Shuyu, war neunundzwanzig Jahre jünger als Konfuzius.
Yan Xing, mit dem Höflichkeitsnamen Ziliu, war sechsundvierzig Jahre jünger als Konfuzius.
Ran Ru, mit dem Höflichkeitsnamen Zilu, war fünfzig Jahre jünger als Konfuzius.
Cao Xu, mit dem Höflichkeitsnamen Zixun, war fünfzig Jahre jünger als Konfuzius.
Bo Qian, mit dem Höflichkeitsnamen Zixi, war fünfzig Jahre jünger als Konfuzius.
Gongsun Long, mit dem Höflichkeitsnamen Zishi, war dreiundfünfzig Jahre jünger als Konfuzius.
Von Zishi aufwärts sind es insgesamt fünfunddreißig Männer; sie haben ein bemerkenswertes Alter, Namen sowie in den Schriften und Überlieferungen verzeichnete Berichte über ihre Studien. Es gibt weitere zweiundvierzig Männer, von denen keine Altersangaben überliefert sind und die auch in den Schriften und Überlieferungen nicht vorkommen. Sie sind unten aufgeführt:
Ran Ji, mit dem Höflichkeitsnamen Zichan.
Gongzu Gouzi, mit dem Höflichkeitsnamen Zizhi.
Qin Zu, mit dem Höflichkeitsnamen Zinan.
Qidiao Duo, mit dem Höflichkeitsnamen Zilian.
Yan Gao, mit dem Höflichkeitsnamen Zijiao.
Qidiao Tufu.
Rangsi Chi, mit dem Höflichkeitsnamen Zitu.
Shang Ze.
Shizuo Shu, mit dem Höflichkeitsnamen Ziming.
Ren Buqi, mit dem Höflichkeitsnamen Xuan.
Gongliang Ru, mit dem Höflichkeitsnamen Zizheng.
Hou Chu, mit dem Höflichkeitsnamen Zili.
Qin Ran, mit dem Höflichkeitsnamen Kai.
Gongxia Shou, mit dem Höflichkeitsnamen Cheng.
Xi Rongzhen, mit dem Höflichkeitsnamen Zixi.
Gongjian Ding, mit dem Höflichkeitsnamen Zizhong.
Yan Zu, mit dem Höflichkeitsnamen Xiang.
Qiao Dan, mit dem Höflichkeitsnamen Zijia.
Goujing Jiang.
Hanfu Hei, mit dem Höflichkeitsnamen Zisuo.
Qin Shang, mit dem Höflichkeitsnamen Zipi.
Shen Dang, mit dem Höflichkeitsnamen Zhou.
Yan Zhipu, mit dem Höflichkeitsnamen Shu.
Rong Qi, mit dem Höflichkeitsnamen Ziqi.
Xian Cheng, mit dem Höflichkeitsnamen Ziqi.
Zuoren Ying, mit dem Höflichkeitsnamen Xing.
Yan Ji, mit dem Höflichkeitsnamen Si.
Zheng Guo, mit dem Höflichkeitsnamen Zitu.
Qin Fei, mit dem Höflichkeitsnamen Zizhi.
Shi Zhichang, mit dem Höflichkeitsnamen Ziheng.
Yan Kuai, mit dem Höflichkeitsnamen Zisheng.
Bushu Cheng, mit dem Höflichkeitsnamen Ziche.
Yuankang Ji.
Yue Kai, mit dem Höflichkeitsnamen Zisheng.
Lian Jie, mit dem Höflichkeitsnamen Yong.
Shuzhong Hui, mit dem Höflichkeitsnamen Ziqi.
Yan He, mit dem Höflichkeitsnamen Ran.
Di Hei, mit dem Höflichkeitsnamen Xi.
Bang Xun, mit dem Höflichkeitsnamen Zilian.
Kong Zhong.
Gongxi Yuru, mit dem Höflichkeitsnamen Zishang.
Gongxi Zhen, mit dem Höflichkeitsnamen Zishang.
Der Große Geschichtsschreiber spricht: Die Gelehrten preisen meist die Verhältnisse der siebzig Schüler; diejenigen, die sie loben, übertreiben manchmal, und diejenigen, die sie tadeln, schaden manchmal der Wahrheit. Kurzum, da man ihre Gesichter nicht mit eigenen Augen gesehen hat, so kommt bei der Erörterung der Namenslisten der Schüler das, was aus den alten Schriften der Familie Kong stammt, der Wahrheit am nächsten. Ich habe die Namen und Schreibungen der Schüler vollständig aus den Fragen der Schüler im Buch der Gespräche entnommen, sie der Reihe nach zu diesem Kapitel geordnet und dort, wo Zweifel bestanden, eine Lücke gelassen.
Die Belehrung blühte in Que Li, der große Weg bestand in Zou Xiang. Die Männer mit besonderen Fähigkeiten konnten sich alle darin einreihen, die vortrefflichen Gelehrten durften den Raum betreten. Sie ruhten in der Menschlichkeit, übten sich in den sechs Künsten, ihre Ziele waren gleich, ihr Sinn war eins. Sie bekleideten Ämter als Heerführer, Vorsteher und Hofbeamte, wie ausgestellte rituelle Gefäße aus Jade. Leider! Sie vollbrachten keine große Herrschaft, sondern dienten umsonst dem Fürsten ohne Krone!
