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Landesweisen (Guofeng)

Den Berg ersteigen

Kapitel 110

„Zhìhù“ – „Den bestiegenen Hügel“

Vorwort:

„Den bestiegenen Hügel“ ist ein Lied, das ein pietätvoller Sohn verfasste, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde und sich nach seinen Eltern sehnte. Da das Reich bedrängt und wiederholt angegriffen und geschwächt wurde, war es gezwungen, für einen größeren Staat Kriegsdienst zu leisten. Eltern und Geschwister wurden getrennt, und daher entstand dieses Lied.

Ich besteige jenen üppig bewachsenen Hügel und blicke in die Richtung, wo mein Vater weilt. Mein Vater seufzt: „Ach, mein Sohn ist zum Dienst gegangen, vom Morgen bis zum Abend kennt er keine Rast. Mögest du dich tausendfach in Acht nehmen und wohlbehalten sein! Kehre doch zurück, verweile nicht in der Fremde!“

Ich besteige jenen kahlen, baumlosen Hügel und blicke in die Richtung, wo meine Mutter weilt. Meine Mutter seufzt: „Ach, mein kleiner Sohn ist zum Dienst gegangen, vom Morgen bis zum Abend findet er keinen Schlaf. Mögest du dich tausendfach in Acht nehmen und wohlbehalten sein! Kehre doch zurück, gib deine Familie nicht auf!“

Ich besteige jenen hohen Bergrücken und blicke in die Richtung, wo mein älterer Bruder weilt. Mein Bruder seufzt: „Ach, mein jüngerer Bruder ist zum Dienst gegangen, vom Morgen bis zum Abend muss er gemeinsam mit anderen schuften. Mögest du dich tausendfach in Acht nehmen und wohlbehalten sein! Kehre doch zurück, stirb nicht in der Fremde!“

„Zhìhù“ hat drei Strophen, jede Strophe hat sechs Verse.