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Landesweisen (Guofeng)

Kriechpflanzengrab

Kapitel 124

Vorwort zum Lied „Ge Sheng“ (Kudzu-Ranken):

Das Lied „Ge Sheng“ ist ein satirisches Gedicht, das Herzog Xian von Jin kritisiert. Er war begierig auf Kriegszüge und Schlachten, weshalb im Land viele Menschen ihr Leben ließen.

Die Kudzu-Ranken bedecken den Ginst,

die wilden Reben breiten sich über die Wildnis aus.

Mein Geliebter ist nicht mehr unter den Lebenden,

wer bleibt bei mir? So hause ich allein!

Die Kudzu-Ranken bedecken die Dornsträucher,

die wilden Reben breiten sich über das Grabmal aus.

Mein Geliebter ist nicht mehr unter den Lebenden,

wer bleibt bei mir? So ruhe ich allein!

Wie hell glänzt das gehörnte Kopfkissen,

wie prächtig leuchtet die bestickte Decke!

Mein Geliebter ist nicht mehr unter den Lebenden,

wer bleibt bei mir? So harre ich aus bis zum Morgengrauen!

Lang ist der Sommertag,

lang die Winternacht.

Warte, bis hundert Jahre vergangen sind,

dann kehre ich zu seinem Grabhügel zurück.

Lang ist die Winternacht,

lang der Sommertag.

Warte, bis hundert Jahre vergangen sind,

dann kehre ich zu seiner Grabkammer zurück.

Das Lied „Ge Sheng“ umfasst fünf Strophen, jede Strophe hat vier Verse.