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Kleine Elegien (Xiaoya)

Die Bohnen ernten

Kapitel 62

„Cai Shu“ – Vorwort:

„Cai Shu“ ist ein Gedicht, das König You von Zhou verspottet. König You behandelte die Lehnsfürsten arrogant; wenn sie zu Hofe kamen, gewährte er ihnen nicht die ihnen gebührenden Gaben gemäß der Etikette, und wenn er sie zu Versammlungen rief, hielt er sein Wort nicht. Der Edle sah diese geringen Anzeichen und gedachte daher der weisen Herrscher der Vergangenheit.

Pflückt Bohnen, pflückt Bohnen,

in runden und eckigen Körben tut man sie hinein.

Der Edle kommt zur Audienz,

was soll man ihm verleihen?

Wenn man auch nichts zu geben hat,

so doch den Wagen und die vier Pferde.

Was soll man ihm sonst verleihen?

Das schwarze Drachengewand und das mit Axtmustern bestickte Kleid.

Aus dem Quell sprudelt das Wasser hervor,

dort pflückt man den Wassersellerie.

Der Edle kommt zur Audienz,

man schaut auf seine Banner.

Seine Banner flattern,

die Glöckchen an den Zügeln klingen hell.

Mit drei oder vier Pferden fährt er ein,

dorthin, wo der Edle weilt.

Das rote Schurzfell reicht bis zu den Knien,

die schräg gewickelten Gamaschen darunter.

Ihr Umgang ist nicht nachlässig,

dies ist die Gabe des Himmelssohnes.

Freudig ist der Edle,

der Himmelssohn erteilt ihm Befehle.

Freudig ist der Edle,

Glück und Segen werden ihm wiederholt verliehen.

Die Zweige der Eiche,

ihre Blätter sprießen üppig.

Freudig ist der Edle,

er bewahrt die Länder des Himmelssohnes.

Freudig ist der Edle,

zehntausendfaches Glück sammelt sich auf ihm.

Die um ihn herum sind, sind alle friedlich,

und sie folgen ihm alle.

Das treibende Pappelholz-Boot,

mit Seilen und Tauen wird es festgemacht.

Freudig ist der Edle,

der Himmelssohn prüft ihn.

Freudig ist der Edle,

Glück und Segen werden ihm reichlich verliehen.

Gelassen und ruhig,

so kommt er hierher.

„Cai Shu“ – fünf Strophen, jede Strophe acht Verse.