Das grüne Gewand
Vorwort:
„Das grüne Gewand“ handelt von der Herzogin Zhuang von Wey, die über ihr eigenes Schicksal trauert. Die Nebenfrau stieg im Rang auf und überragte die rechtmäßige Gemahlin; die Herrin verlor den ihr gebührenden Platz, und daher schuf sie dieses Lied.
Grün, o grün ist das Gewand,
grün die Außenseite, gelb das Futter.
Das Leid in meinem Herzen –
wann wird es enden?
Grün, o grün ist das Gewand,
grün das Oberkleid, gelb der Unterrock.
Das Leid in meinem Herzen –
wann wird es vergehen?
Der grüne Seidenfaden –
von deinen Händen gefärbt und gewebt.
Ich gedenke der Verstorbenen,
auf dass ich mich nicht vergehe.
Feines Hanfgewebe, grobes Hanfgewebe –
kalt und schaurig im Wind.
Ich gedenke der Verstorbenen,
die ganz meinem Herzen entspricht.
„Das grüne Gewand“ hat vier Strophen, jede Strophe vier Verse.
