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Landesweisen (Guofeng)

Quellwasser

Kapitel 39

Vorwort zum Gedicht „Quellwasser“:

„Quellwasser“ ist ein Gedicht, in dem eine Frau aus dem Staat Wei ihre Sehnsucht nach der Heimat besingt. Sie wurde in einen anderen Fürstenstaat verheiratet. Nachdem ihre Eltern gestorben waren, wünschte sie sich, in ihr Elternhaus zurückzukehren, doch dies war ihr nicht möglich. Darum verfasste sie dieses Gedicht, um ihre Gefühle auszudrücken.

Jenes sprudelnde Quellwasser – es fließt auch in den Qi-Fluss hinein. In meinem Herzen denke ich an Wei, keinen Tag gibt es, an dem ich nicht voller Sehnsucht bin. Jene schönen Schwestern vom Stamme Ji – mit ihnen will ich mich eine Weile beraten und besprechen.

Ich verließ das Tor und übernachtete in Ji, nahm einen Abschiedstrunk in Ni. Eine Frau wird fern vermählt, weit entfernt von Vater und Mutter, von Brüdern. Ich entbiete meinen Gruß all meinen Tanten und auch meinen älteren Schwestern.

Ich verließ das Tor und übernachtete in Gan, nahm einen Abschiedstrunk in Yan. Ich schmierte die Achsen gut mit Fett, brachte die Radsplinte an, und drehte den Wagen zur Rückfahrt. Eilends will ich zurückkehren nach Wei – was könnte mich daran hindern, mir zu schaden?

Ich denke an die Fei-Quelle, darüber muss ich nur seufzen. Ich denke an Xu und an Cao – meine Gedanken reißen nicht ab. Ich spanne den Wagen an und fahre aus, um damit meine Trauer zu zerstreuen.

„Quellwasser“ hat vier Abschnitte, jeder Abschnitt besteht aus sechs Verszeilen.