Im Tal die Distel
Vorwort: Das Gedicht „Im Tal wächst der Mutterkraut“ beklagt den Niedergang der Zhou-Dynastie. Die Zuneigung zwischen Mann und Frau wurde von Tag zu Tag schwächer, und in Zeiten von Missernten und Hungersnot gaben die Angehörigen einander auf.
Im Tal wächst ein Mutterkraut, von der Sonne versengt und verdorrt.
Eine Frau wurde verstoßen und getrennt, sie seufzt lang und tief.
Sie seufzt lang und tief! Sie ist einem hartherzigen Mann begegnet!
Im Tal wächst ein Mutterkraut, von der Sonne versengt und verdorrt.
Eine Frau wurde verstoßen und getrennt, sie stöhnt lang und laut.
Sie stöhnt lang und laut! Sie ist einem bösen Mann begegnet!
Im Tal wächst ein Mutterkraut, von der Sonne versengt und verdorrt.
Eine Frau wurde verstoßen und getrennt, sie schluchzt und weint.
Sie schluchzt und weint! Was nützt das Seufzen noch?
Das Gedicht „Im Tal wächst der Mutterkraut“ hat drei Strophen, jede Strophe besteht aus sechs Versen.
