Landesweisen (Guofeng)
Wind und Regen
Kapitel 90
„Vorwort zu ‚Sturm und Regen‘: Das Gedicht ‚Sturm und Regen‘ handelt von der Sehnsucht nach einem Edlen. In unruhigen Zeiten sehnt man sich nach jenen Edlen von hoher Tugend, denn sie ändern ihre Grundsätze nicht.
Sturm und Regen, kalt und trüb, der Hahn kräht laut und schrill.
Da ich den Edlen nun gesehen, wie könnt‘ mein Herz noch unruhig sein?
Sturm und Regen rauschen herab, der Hahn kräht ohne Rast.
Da ich den Edlen nun gesehen, wie könnt‘ mein Kummer nicht vergehn?
Sturm und Regen, finster die Welt, der Hahn kräht unablässig.
Da ich den Edlen nun gesehen, wie könnt‘ mein Herz nicht fröhlich sein?
‚Sturm und Regen‘ hat drei Strophen, jede Strophe vier Verse.
