An den Zensor Han Zhu (Du Fu)
Jetzt bin ich nicht heiter, ich denke an Yueyang,
möchte die Flügel heben, doch Krankheit hält mich im Bett.
Die Schöne, zart, trennt mich der Herbststrom,
im Dongting-See wäscht sie die Füße, blickt fern in die Wildnis rings.
Wildgänse fliegen hoch im düsteren Himmel, Sonne und Mond sind klar,
die grünen Ahornblätter röten sich, der Himmel senkt den Frost.
Die Scharen der Unsterblichen von Yujing versammeln sich beim Nordstern,
manche reiten auf Einhörnern, andere auf Phönixen.
Banner aus Lotusblüten sinken im Rauch,
die Spiegelbilder schwanken und wiegen sich auf den Xiao-Xiang-Wassern.
Der Herr des Sternpalastes ist trunken von klarem Nektar,
die Gefiederten sind selten, nicht an seiner Seite.
Man hört, der einstige Rote Kiefer (Chisongzi)
sei wohl Han Zhang Liang aus der Han-Zeit gewesen.
Einst folgte er Liu Bang (Liu) zur Befriedung von Chang'an,
seine Pläne im Zelt veränderten sich nicht, doch sein Antlitz war düster und traurig.
Ob Staat gelingt oder scheitert, wage ich nicht zu erörtern,
nur verabscheue ich Verwesung und Fäulnis, esse Duft des Ahorns (lebe zurückgezogen).
Dass man in Zhounan verweilte (Sima Qians Schicksal), beklagten schon die Alten,
der Stern des Alten Mannes am Südpol soll lang leben und gedeihen.
Warum trennt die Schöne der Herbststrom?
Wie könnte man ihn im Jadepalast des Hofes unterbringen?
