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Oberer Teil

Wu Wang (Die Unschuld)

Kapitel 25

䷘ Zhen unter Qian

Das Buch der Wandlungen

Die Hexagramm „Wu Wang“ (Ohne Trug): Äußerst glückverheißend. Es ist förderlich, am rechten Weg festzuhalten. Wenn man nicht recht handelt, gibt es Unheil, und es ist nicht förderlich, etwas zu unternehmen.

Die erste (neunte) Linie: Ohne Trug – wer vorangeht, hat Glück.

Die zweite (sechste) Linie: Ohne zu pflügen, ernten; ohne Neuland zu roden, bebautes Land haben – dann ist es förderlich, etwas zu unternehmen.

Die dritte (sechste) Linie: Unverhofftes Unheil: Gleich als ob jemand einen Ochsen angebunden hätte, ein Vorübergehender ihn fortführt und die Einwohner der Gegend den Schaden tragen.

Die vierte (neunte) Linie: Man kann am rechten Weg festhalten; es gibt keine Schuld.

Die fünfte (neunte) Linie: Unverhoffte Krankheit – ohne Arznei wird sie von selbst heilen.

Die oberste (neunte) Linie: Ohne Trug, aber das Handeln bringt Unheil; nichts ist förderlich.

Der Kommentar zum Großen Bild (Tuanzhuan):

Das Hexagramm „Ohne Trug“: Das Männliche kommt von außen und wird zum Herrn im Innern. Handeln und dabei kraftvoll sein, das Männliche in der Mitte und in Entsprechung – das ist äußerst glückverheißend und entspricht dem rechten Weg, dies ist der Auftrag des Himmels. Wenn man nicht recht handelt, gibt es Unheil, und es ist nicht förderlich, etwas zu unternehmen. Wenn man in der Zeit des „Ohne Trug“ vorangeht, wohin soll man da gehen? Der Himmel gewährt keinen Schutz – kann man da Erfolg haben?

Der Kommentar zum Bild (Xiangzhuan):

Unter dem Himmel donnert es – alle Dinge sind ohne Trug. Die früheren Könige richteten sich danach, der Zeit gemäß die zehntausend Wesen zu nähren.

„Ohne Trug vorangehen“ – das verwirklicht die Absicht.

„Ohne zu pflügen, ernten“ – das bedeutet noch nicht, reich zu sein.

„Der Vorübergehende erlangt den Ochsen“ – das ist das Unheil für die Einwohner der Gegend.

„Am rechten Weg festhalten ohne Schuld“ – das ist die von Natur aus vorhandene Tugend.

„Die Arznei des Ohne Trug“ – man darf sie nicht leichtfertig versuchen.

„Das Handeln des Ohne Trug“ – das ist das Unheil am Ende des Weges.