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Thema
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Unterer Teil

Heng

Kapitel 2

Hexagram 32: Dauer (Héng) – Xùn unten, Zhèn oben

Das Buch der Wandlungen

Das Hexagramm der Dauer: Gelingen. Kein Unheil. Fördernd ist es, am Rechten zu beharren. Fördernd ist es, wohin zu gehen.

Anfangs eine Sechs: Zu tiefes Erstreben der dauerhaften Weise – selbst am Rechten zu beharren bringt Gefahr. Nichts ist fördernd.

Neun auf zweitem Platz: Die Reue verschwindet.

Neun auf drittem Platz: Wer nicht beständig seine Tugend bewahrt, wird mitunter mit Schande bedeckt. Selbst am Rechten zu beharren bringt Mühsal.

Neun auf viertem Platz: Auf der Jagd wird kein Wild erbeutet.

Sechs auf fünftem Platz: Wer beständig seine Tugend bewahrt, am Rechten beharrt – für eine Frau ist dies Glück, für einen Mann Unheil.

Oben eine Sechs: In Erschütterung und Unruhe die Dauer suchen – Unheil.

Der Große Kommentar (Tuàn zhuàn) spricht:

Dauer bedeutet Langlebigkeit. Das Feste ist oben, das Nachgiebige unten; Donner und Wind wirken zusammen. Folgebereitschaft und Handeln – das Feste und das Nachgiebige entsprechen einander: Das ist die Dauer. „Das Hexagramm der Dauer: Gelingen. Kein Unheil. Fördernd ist es, am Rechten zu beharren“ – das bedeutet, die eigene Weise dauerhaft zu bewahren. Der Kreislauf von Himmel und Erde ist von ewiger Dauer und hört nicht auf. „Fördernd ist es, wohin zu gehen“ – denn nach dem Ende beginnt ein Neues. Sonne und Mond, dem Himmelsweg folgend, können dauernd leuchten; die vier Jahreszeiten im Wechsel wirken und vollenden dauernd die zehntausend Dinge. Der Weise, der dauernd seine Weise bewahrt, kann die Welt durch Wandlung vollenden. Betrachtet man das, woran er dauernd festhält – das wahre Wesen aller Dinge unter Himmel und Erde offenbart sich!

Der Bildkommentar (Xiàng zhuàn) spricht:

Donner und Wind wirken zusammen – das ist das Bild des Hexagramms der Dauer. Der Edle gründet daher seinen Wandel und ändert nicht seine Richtschnur.

„Das Unheil des zu tiefen Erstre­bens der Dauer“ – weil man von Anfang an zu tief gräbt.

„Die Reue des Neun auf zweitem Platz verschwindet“ – weil er dauernd die Mitte bewahren kann.

„Wer nicht beständig seine Tugend bewahrt“ – weil er keinen Ort findet, sich zu bergen.

Dauernd an einem unpassenden Ort zu weilen – wie sollte man da Wild erbeuten?

„Für eine Frau ist das Beharren am Rechten Glück“ – weil sie einem Gatten folgt und zeitlebens nicht wechselt. Ein Mann aber soll die Dinge ordnen und entscheiden; folgte er wie eine Frau, brächte dies Unheil.

„Oben in Erschütterung die Dauer suchen“ – das bringt keinerlei Verdienst.